Gesundheit

Augenflimmern – mögliche Ursachen und Tipps

Einige Krankheitsbilder und Symptome geben den Medizinern bis heute Rätsel auf. Zu diesen rätselhaften Symptomen gehört unter anderem das Augenflimmern, welches auch als Augenrauschen bezeichnet wird. Viele Menschen haben sie schon einmal bemerkt: Die plötzlich auftretenden Sehstörungen, welche als äußerst beängstigend wahrgenommen werden. Dabei handelt es sich um Erscheinungen welche von den Betroffenen teilweise als permanent flimmernde Punkte beschrieben werden.

Diese Punkte variieren in ihrer Farbe und auch in ihrer Intensität. Es handelt sich jedoch nicht um eine Krankheit, sondern um ein Symptom, welches in kurzzeitiges und dauerhaftes Augenflimmern unterschieden wird. Das Augenflimmern kann aber auch völlig harmlos sein. Kommt es jedoch immer wieder zu den unerwünschten Beschwerden, sollte ein Augenarzt aufgesucht werden. Erstrecht, wenn das Augenflimmern mit weiteren Beschwerden einhergeht. Dieser kann ernsthafte Krankheiten ausschließen und das Augenzittern vom Augenzucken unterscheiden.

Was genau ist ein Augenflimmern?

Dabei handelt es sich um eine Sehstörung, welche auch als Flimmerskotum bezeichnet wird. Dieser medizinische Begriff leitet sich von dem griechischen Wort „Skoto“ ab, womit die Dunkelheit bezeichnet wird. Beim Flimmerskotum kommt es zum Ausfall des Gesichtsfeldes, wobei jedoch nur ein Teil betroffen ist. Dabei kann ein hell umrandetes, zickzackförmiges Gebiet nicht mehr wahrgenommen werden. Diese Einschränkung der Wahrnehmung kann sowohl einseitig als auch auf beiden Augen auftreten.

Das betroffene Auge weist darüber hinaus flimmernde Lichterscheinungen oder auch Blitze auf. Dabei können die Beschwerden willkürlich und auch in regelmäßigen Abständen auftreten. Diese können Anzeichen einer Migräne im Anfangsstadium mit Aura sein. Ein Merkmal dafür ist die Dauer von etwa 20 bis 30 Minuten. Sofern diese Erscheinungen jedoch nur 10 bis 15 Minuten andauern, kann auch eine Augenmigräne der Grund für die Beschwerden sein. In den meisten Fällen besteht eine erhöhte Lichtempfindlichkeit während des Augenflimmerns. Aber auch weitere Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen können durch das Augeskotum ausgelöst werden. Das Augenflimmern kann ebenfalls der Beginn eines grünen Stars sein.

Arbeiten am PC verursacht Augenflimmern

Langes Arbeiten am PC kann eine Ursache für Augenflimmern sein

Die Ursachen für das Augenflimmern

Die Forschung tappt in Bezug auf diese Sehstörung buchstäblich noch im Dunkeln, da bisher wenig über die Ursachen bekannt ist.
An dieser Stelle spekulieren die Mediziner, dass die Beschwerden durch Durchblutungsstörungen im Gehirn ausgelöst werden. Aber auch Stress gilt als auslösender Faktor sowie eine übermäßige Belastung in Bezug auf Körper und Psyche.

Langes Arbeiten vor dem Computer wird zwar nicht unbedingt als Auslöser bezeichnet, gilt aber als längerfristige Begünstigung der Symptomatik. Und auch das Einnehmen bestimmter Medikamente kann das temporäre Augenskotum auslösen. Anzeichen für einen grünen Star, welcher auch als Glaukom bezeichnet wird, äußern sich durch Kopfschmerzen die lediglich eine Hälfte des Kopfes betreffen und vom Augenskotum begleitet werden. Unbehandelt führt der grüne Star zur Erblindung. Damit gilt dieser weltweit zu den häufigsten Ursachen der Erblindung von Menschen. Während das temporäre Augenflimmern zeitlich begrenzt ist, werden Betroffene mit dauerhafter Ausprägung permanent mit den Lichtpunkten konfrontiert.

Diese Symptomatik fällt besonders in dunklen Räumen auf. Während sich beispielsweise eine verschwommene Sicht ändert, bleibt das Augenflimmern bestehen, sobald die Augen geschlossen werden. Doch bei der eingeschränkten Sicht handelt es sich lediglich um ein Symptom, welches in der Regel mit anderen Symptomen kombiniert auftritt.

So zum Beispiel mit Folgenden:

  • Antriebslosigkeit
  • Benommenheit
  • Müdigkeit
  • Tinnitus
  • Depressionen
  • Konzentrationsschwäche
  • Dissoziation

Diese Begleiterscheinungen müssen nicht zwangsläufig auftreten, konnten aber in der Vergangenheit in Kombination mit dem Augenflimmern beobachtet werden.

Wenn die Beschwerden nicht nachlassen

Wenn du dauerhaft unter dem belastenden „Schneetreiben“ leidest, kommen unterschiedliche Ursachen in Frage. Hier dominiert wieder der Stress. Aber auch Erkrankungen die mit physischem und psychischem Stress in Verbindung stehen, kommen in Betracht. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um eine Theorie, welche vom Tinnitus und anderen Beisymptomen psychischer Natur unterstrichen wird.

Wie bereits erwähnt, kann aber auch eine Migräneanfälligkeit als Ursache in Betracht gezogen gezogen werden. In der Medizin ist die Rede von der sogenannten Megräneaura, welche für Störungen in der Durchblutung bestimmter Hirnregionen verantwortlich ist. Aber auch entzündliche Prozesse am Sehnerv und im Gehirn stehen im Verdacht, die Beschwerden auszulösen. So leiden beispielsweise Menschen mit der Sehnerventzündung Neuritis Nervi Optici unter dem Augenflimmern. Die Sehstörung kann auch in Kombination mit Multipler Sklerose auftreten. Aus wissenschaftlicher Sicht steht darüber hinaus die Infektionskrankheit Borreliose als Ursache in Vermutung. Das Augenflimmern kann bis dato keiner bestimmten Krankheit zugeordnet werden, weshalb immer wieder neue Spekulationen aufkommen.

Neben den bereits genannten, kommen folgende Ursachen als weitere, potenzielle Auslöser in Frage:

  • Drogenkonsum
  • Einnahme von Antidepressiva (SSRI)
  • Vitamin- und/oder Aminosäurenmangel
  • Sehnerventzündungen
  • Multiple Sklerose
  • Migräne
  • Stresserkrankungen / psychische Störungen
  • Borreliose
MRT bei Augenflimmern

Ein MRT zeigt mögliche Ursachen für Krankheiten auf

Das Bändigen der Symptomatik

Wenn du unter einem dauerhaften Augenflimmern leidest, solltest du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, um ernsthafte Erkrankungen ausschließen zu können. Es ist jedoch sehr wichtig, dass du nicht nur zu einem Augenarzt, sondern auch zu einem Allgemeinmediziner gehst. Auf diese Weise kannst du abklären lassen, ob es sich um eine Infektionskrankheit oder um eine potenzielle Multiple Sklerose handelt. Die Untersuchung sollte nach Möglichkeit ein MRT umfassen.

Bis heute konnten die Ursachen für die Sehstörung nicht vollständig werden geklärt. Aus diesem Grund ist bis dato auch kein eindeutiger Therapieansatz abrufbar. Wenn du jedoch unter psychischen Problemen oder besonders viel Stress leidest, kannst du hier bereits ansetzen. Dazu solltest du versuchen, deinen Alltag zu strukturieren. Schaffe dir selbst Ruheinseln und nimm dir Auszeiten, zu denen du ganz bewusst abschalten kannst.

Solltest du ein Antidepressivum einnehmen, ist es sinnvoll das Präparat zu wechseln. Eventuell lassen die Beschwerden nach, wenn du auf ein anderes Medikament umsteigst. Kommt es bei der Untersuchung zu ernsten Diagnosen, müssen die anderen Krankheiten natürlich primär behandelt werden. Einige Ärzte und Patienten berichten von alternativen Behandlungen, in denen Benzodiazepine und Antiepileptika Linderung verschaffen. Diesbezüglich solltest du auf jeden Fall mit deinem Arzt sprechen. Grundsätzlich ist von der dauerhaften Einnahme dieser Medikamente jedoch abzuraten.

Besonders auf Benzodiazepinen basierende Präparate bringen deutliche Nebenwirkungen mit sich. Diese führen in der Regel zu einer stark ausgeprägten physischen und psychischen Abhängigkeit. Eine natürliche Alternative stellt Johanniskraut dar. Das Nahrungsergänzungsmittel ist rezeptfrei in Apotheken, im Internet und in Reformhäusern erhältlich und kann dazu beitragen, das Augenflimmern zu vermindern. Viele Betroffene berichten aber auch von gelinderten Beschwerden, welche sich auf eine Ernährungsumstellung und den Verzicht auf Nikotin, Koffein und Alkohol zurückführen lassen.

Dementsprechend ist es ratsam, folgende Therapieansätze durchzuführen, um die Beschwerden zu lindern:

  • Wechsel des Antidepressivums
  • Einnahme von Benzodiazepinen (nur zeitlich begrenzt)
  • Einnahme von Johanniskraut.
  • Stressreduzierung
  • Ernährungsumstellung
  • Einnahme von Antiepileptika (nur zeitlich begrenzt)

Bitte beachte jedoch, dass es sich dabei lediglich um Therapieansätze handelt. Das Abklären schwerwiegender Erkrankungen sollte immer im Vordergrund stehen!

Die Sehstörungen wirken für viele Menschen bedrohlich. Hinter den visuellen Einschränkungen können sich mehrere Ursachen verbergen. Diese können harmlos sein, aber auch ernsthafte Erkrankungen signalisieren. Um diese Krankheiten ausschließen zu können, ist es deshalb ratsam einen Arzt aufzusuchen. Das betrifft vor allem die Menschen, die dauerhaft unter dem „Schneetreiben“ leiden.

Die genauen Ursachen konnten in der Medizin bis dato noch nicht festgelegt werden, weshalb das Augenflimmern auch keinen Krankheiten zugeordnet werden kann. Dementsprechend stehen auch keine eindeutigen Therapien zur Verfügung, weshalb hier oftmals Eigeninitiative gefragt ist. Sofern du zu viel Stress im Alltag hast, ist es ratsam diesen zu reduzieren. Und auch wenn sich dieses Vorhaben häufig nur sehr schwer realisieren lässt, so kann dies doch grundlegend dazu beitragen, die Beschwerden zu lindern. Das gilt auch für die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln wie zum Beispiel Johanniskraut und einer effektiven Ernährungsumstellung, welche mit dem Verzicht auf Nikotin und Koffein einhergeht.

Bilder: Pixabay.com/de

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