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Autositze reinigen – so werden die Sitze wieder wie neu

Wir benutzen es unter Umständen täglich, sei es um zur Arbeit zu kommen oder den Einkauf zu erledigen: das Auto. Wenn sich dann auch noch Kleinkinder auf dem Rücksitz tummeln, sind dreckige Autositze beinahe schon vorprogrammiert, wenngleich den Erwachsenen auch Mal etwas danebengeht. Drum stellt sich nun die Frage: Autositze reinigen, bloß wie? Im nachfolgenden Ratgeber finden Sie nützliche Tipps und Tricks, die Ihnen die Reinigung erleichtern sollen.

Autositze reinigen- oftmals ist gar keine Chemiekeule notwendig

Ob Schlamm, Essensreste oder auch verschüttete Cola: Reste auf Ihren Autositzen sehen Sie natürlich auch nicht gerne. Da stellt sich selbstverständlich die Frage, wie Sie am besten vorgehen, wenn Sie einen Fleck bemerken und welche Hilfsmittel Sie benötigen. Die gute Nachricht zuerst: oft helfen schon banale Hausmittel, um den Flecken auf dem Autositz Herr zu werden. Schließlich stecken in chemischen „Reinigungskeulen“ mitunter giftige Stoffe, die weder für Sie, noch für Kinder oder auch Hunde, die zum Beispiel im Auto transportiert werden, besonders gesund sind und die nicht eingeatmet werden sollten.

Bevor Sie also den Laden nach eben solchen Mitteln absuchen, empfehlen wir Ihnen, auf altbewährte Hausmittel zurückzugreifen. Doch bevor Sie das tun, gehen Sie bei einer Autositzreinigung am besten Schritt für Schritt vor, um die besten und saubersten Ergebnisse zu erzielen.

Bild Kind im Auto

Autositze reinigen: Schritt-für-Schritt Anleitung bei Stoffsitzen

Bevor Sie die Sitze reinigen, sollten Sie zunächst den Innenraum prinzipiell aussaugen. Vor allem Krümel und kleine Schmutzablagerungen sammeln sich entweder in Ziernähten der Sitze oder in kleinen Zwischenräumen. Am geschicktesten ist es hier, wenn Sie den Fugendüsenaufsatz (langes, dünnes Rohr) Ihres Staubsaugers verwenden. Nach dem Saugen können Sie sich sogleich ein Bild von den Flecken auf den Autositzen machen. Betrachten Sie nun die Größe der Flecken und die Flecken selbst: handelt es sich um Getränkespritzer? Eingeriebenen Dreck?

Bei solchen „einfachen“ Flecken hilft es, diese zunächst mit ein wenig warmen Wasser zu betupfen und anschließend mit einer Mischung aus Seife und Wasser zu bearbeiten. Als Seife können Sie entweder Gallseife verwenden, diese gibt es in nahezu allen Drogerien oder Sie verwenden normale Seife. Diese Mischung arbeiten Sie mit einem Schwamm oder auch Frotteetuch ein. Für einen angenehmen Geruch und eine starke Waschleistung, können Sie auch eine Mischung aus Seife und Waschmittel anrühren. Die besten Chancen haben Sie, wenn Sie den Fleck gerade frisch entdeckt haben, bei älteren Flecken wird es mitunter etwas schwieriger. Ebenso sollten Sie darauf achten, dass Sie die Autositze nicht „durchnässen“, da sonst im Inneren des Polsters Schäden entstehen können.

TIPP: füllen Sie Ihre Seifen- oder Waschmittelmischung in eine alte Sprühflasche und besprühen den Sitz mit etwas Abstand.

Eine andere Methode bei leichten Flecken ist die Reinigung mittels Rasierschaum: geben Sie auf den Fleck etwas Rasierschaum, arbeiten Sie ihn leicht ein und lassen ihn ca. 10 Minuten einwirken. Anschließend können Sie ihn mit einem Frotteetuch abwischen. Diese Methode funktioniert ebenfalls eher bei oberflächlichen Flecken.

Autositze reinigen bei hartnäckigen Flecken

Sind die Flecken zu tief oder bereits eingetrocknet, können die Hausmittel bisweilen versagen. Doch auch hier müssen Sie selbstverständlich nicht die Flinte ins Korn werfen: hier kann ein Waschsauger für eine Intensivreinigung helfen. Der Sauger trägt Reinigungsmittel gemischt mit Wasser auf die betroffene Partie auf und saugt diese- mitsamt dem Schmutz- wieder ab. Einen solchen Waschsauger können Sie zum Beispiel im Baumarkt günstig für den ganzen Tag oder einige Stunden ausleihen. Diese Methode eignet sich insbesondere bei hartnäckigen Fettflecken sehr gut, zudem werden die Autositze hygienisch und porentief gereinigt.

Bild Ledersitze

Autositze reinigen: Ledersitze

Ledersitze müssen anders als „normale“ Sitze gereinigt werden, wobei auch die Lederart z.B. Glattleder, Wildleder etc. eine Rolle spielt. Glattes Leder lässt sich im Allgemeinen einfacher reinigen als die anderen, aufgezählten Lederarten. Hier sollten Sie jedoch nicht mit Haushaltsmitteln arbeiten, sondern sich in einem Fachhandel die entsprechenden Reinigungsmittel holen, die genau auf Ihre Ledersitze abgestimmt sind, um die Sitze nicht zu beschädigen. Mit Mitteln wie Lederpflegemittel, Lederspray, UV-Schutzmittel, farbloser Schuhcreme, einem Schmutzradierer, sowie Bauwolltüchern und einer Wildlederbürste, können Sie gut arbeiten.

Bei kleinen oder hartnäckigen Flecken auf Glattleder reicht es etwa, wenn Sie den Fleck mit Schuhcreme bearbeiten, ist das Glattleder stärker verschmutzt.
Sollten Sie den Sitz zunächst mit einer Möbelbürste vorreinigen. Anschließend kommt der Schmutzradierer, den Sie nach der Reinigung mit einem weichen Tuch abtragen können. Vermeiden sollten Sie hartes Rubbeln oder eine „Bewässerung“ der Autositze, da das empfindliche Leder beschädigt werden kann. Mit einem Pflegemittel wird der Ledersitz anschließend bearbeitet. Das Finale bildet eine Politur des Sitzes, hierfür eignet sich entweder ein Nylon-Strumpf oder ein spezielles Politurtuch. Wenn Sie ein Cabrio besitzen, sind die Ledersitze zudem oft der Sonne ausgesetzt- tragen Sie daher zum Schutz der Ledersitze ein spezielles UV-Schutzmittel auf.

Wann Sie das Autositze reinigen einem Profi überlassen sollten

Manchmal helfen entweder alle Hausmittel und Versuche nichts oder die Flecken sind einfach zu speziell, um sie selbst zu reinigen. Dann lohnt sich immer der Gang zum Profi, der ganz andere Mittel und auch Maschinen hat, sich den Flecken anzunehmen. Dies gilt etwa dann, wenn es sich bei den Flecken um Blut oder Öl handelt. Ehe Sie mit reiben und rubbeln mehr Schaden anrichten, holen Sie sich für Ihre Autositze lieber fachkundige Hilfe und Ihre Sitze werden aussehen wie neu.

Vorbeugen

Gerade mit Kindern oder Tieren hilft Vorbeugen oft, bevor Sie die Autositze reinigen müssen: in vielen Läden gibt es zum Teil schon günstige Autositzbezüge, die Ihre Sitze vor Schutz schützen und zum Teil sogar in der Waschmaschine mitgewaschen werden können. Auch im Winter können zum Beispiel Bezüge aus Fell Sie oder Ihre Kinder warmhalten.

Bildernachweis:
Titelbild – Urheber: CC0 Public Domain-Pixabay.com
Kind im Auto Urheber: CC0 Public Domain-Pixabay.com
Ledersitze Urheber: CC0 Public Domain-Pixabay.com

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