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Beautyschock Farbunfall: Gefärbte Haare entfärben

Ein misslungenes Experiment, ein unverhoffter Partyscherz oder eine fehlgeschlagene Typveränderung. Sich die Haare zu färben stellt heute keine Kunst mehr da. Produkte sind in jedem Supermarkt schnell gekauft. Doch was können Sie tun, wenn das Ergebnis nicht den Vorstellungen entspricht und revidiert werden soll? Glücklicherweise lassen sich mit einfachen Mitteln auch gefärbte Haare entfärben.

Tricks, um gefärbte Haare zu entfärben:

Es gibt verschiedene Möglichkeiten gefärbte Haare zu entfärben. Dabei ist es selten möglich die neue Farbe gänzlich zu entfernen und eine sofortige Rückkehr zur Naturhaarfarbe ist unwahrscheinlich, jedoch lässt sich der Schaden mit einigen Tricks verringern, und die Haare entfärben, auch ohne sofort einen Friseur um Hilfe bitten zu müssen. Im Anschluss kann beispielsweise mit einer Tönung nachgefärbt werden, um ein natürliches Endergebnis zu erzielen.

Bild Kokosöl

Kokosöl:

Als eine der sanftesten Methoden, um Haare zu entfärben, eignetet sich einfaches Kokosöl zur Behandlung von kürzlich getöntem Haar. Zum Haare entfärben massieren Sie je nach Haarlänge eine walnussgroße bis pflaumengroße Menge Kokosöl in die Haare ein, das sich durch die Körperwärme während des Vorgangs verflüssigt. Zum Schutz umwickeln Sie Ihr Haar im Anschluss beispielsweise mit einem Handtuch oder einer Plastikfolie. Auch eine Dusch- oder Badehaube eignet sich. Lassen Sie das Öl mindestens eine Stunde, gerne auch über die Nacht einwirken. Spülen Sie das Öl im Anschluss aus und waschen Sie die Haare gründlich. Dieser Vorgang lässt sich beliebig oft wiederholen, da das Haar dabei keinen Schaden nimmt.

Natron und Anti-Schuppen-Shampoo:

Bei leichten Färbemitteln kann eine Kombination von Natron und Anti-Schuppen-Shampoo Haare entfärben. Bei Natron handelt es sich um ein natürliches, mittelstarkes Bleichmittel und kann Färbemittel aufhellen oder gänzlich entfernen. Auch Anti-Schuppen-Shampoo kann wegen seiner höheren Wirksamkeit bereits leichte Färbungen auswaschen. Vermengen Sie beides zu gleichen Teilen und massieren Sie die Mischung in das Haar. Spülen Sie die Kur nach einigen Minuten gründlich aus. Dieser Vorgang kann bei Bedarf mehrfach wiederholt werden und zeigt kurz nach der Färbung die größte Wirksamkeit.

Geschirrspülmittel:

Unter gleicher Vorgehensweise, aber mit schwächeren Erfolgen kann eine münzgroße Menge Geschirrspülmittel mit Shampoo vermengt und auf die Haare angewendet werden. Dies sollte mehrere Tage hintereinander durchgeführt werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass Geschirrspülmittel zwar verträglich ist, aber die Haare angreifen kann und austrocknet. Führen Sie diese Methode zum Haare entfärben daher nicht regelmäßig durch.

Bild Kamillentee

Essiglösung, Zitronensäure oder Kamillentee:

Als weitere Option Haare zu entfärben bietet sich eine Mischung aus Essig und warmen Wasser zu gleichen Teilen, wobei sich insbesondere Weißweinessig eignet. Alternativ mischen Sie drei Esslöffel Zitronensaft mit etwa 300ml Wasser. Verteilen Sie die Flüssigkeit großzügig auf dem Haar und lassen die Lösung für etwa 15 bis 20 Minuten einwirken, bevor Sie die Haare shampoonieren und auswaschen. Dieser Vorgang kann mehrfach wiederholt werden. Die gleiche Methode zum Haare entfärben kann mit Kamillentee durchgeführt werden.

Vitamin-C oder Honigpaste:

Bei halb dauerhaften oder dunklen Färbemitteln eignet sich zum Haare entfärben eine Paste aus in Wasser aufgelösten Vitamin-C-Tabletten. Tragen Sie die dickflüssige Paste auf das nasse Haar auf, da das Vitamin-C feuchte Haare am besten durchdringt. Setzen Sie direkt im Anschluss eine Duschhaube auf oder umwickeln Sie Ihr Haar und lassen Sie die Kur etwa eine Stunde einwirken, bevor Sie die Paste auswaschen.

Achtung: Diese Anwendung ist lediglich bis etwas drei Tage nach der Färbung wirksam. Diese Vorgehensweise ist für das Haar nicht schädigend. In gleicher Form kann mit einer Paste aus Honig und Wasser vorgegangen werden.

Haarfarben-Entferner:

Wer zum Haare entfärben nicht auf einfache Hausmittel zurückgreifen möchte, aber auch von einem Friseurbesuch absehen möchte, dem steht inzwischen auch eine Auswahl an Haarfarben-Entferner Produkten im Drogeriemarkt zur Verfügung. Diese veranlassen bei einer Einwirkzeit zwischen 30 und 60 Minuten die Pigmentmoleküle im Haar dazu, sich zu lösen, sodass sie ausgewaschen werden können.

Bild blonde Frau

Silbershampoo:

Erscheinen die Haare nach einer Blondierung gelb, lässt sich schnell mit einem in Drogeriemärkten erhältlichen Silbershampoo aushelfen. Blaue Farbpigmente darin neutralisieren den Gelbstich der Blondierung.

Blondierung:

Die effektivste Methode, um gegen einen Farbunfall vorzugehen, ist unbestreitbar eine Blondierung. Schonender ist eine Blondierwäsche, die einen geringeren Wasserstoff-Peroxid Anteil beinhaltet. Das Blondieren ist jedoch auch der aggressivste Weg und kann die Haarstruktur stark angreifen. Außerdem sind auch hierbei im Anschluss häufig, insbesondere bei roten Farbpigmenten, immer noch Pigmentreste im Haar. Daher muss auch hier für ein gutes Ergebnis zuletzt mit einer Tönung gearbeitet werden.

Anmerkungen:

Zur Pflege der Haare sollte im Anschluss stets eine Haarkur, beispielsweise in Form von Öl folgen, um die Haare erneut zu hydrieren und zu schützen.

Die genannten Methoden sind insbesondere bei kürzlich gefärbten Haaren mit hellen, bis mittelbraunen Farben erfolgsversprechend. Bei dauerhaften Kolorationen, sehr dunklen oder farbintensiven Färbungen werden möglicherweise nur geringfügige bis keine Erfolge erzielt. Insbesondere Rottöne können hartnäckig sein.

Bitte bedenken Sie, dass einige Mittel, insbesondere Kombinationen verschiedener chemischer Stoffe, zu Reizungen und Schädigungen der Kopfhaut oder des Haares führen können. Bei Unsicherheit oder Problemen ist es ratsam einen Friseur aufzusuchen und um Rat zu fragen.

Bildernachweis:
Titelbild – gefärbte Haare Urheber: grekov / 123RF Standard-Bild
Kokosöl Urheber: CC0 Public Domain-Pixabay.com
blonde Frau Urheber: CC0 Public Domain-Pixabay.com

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