Gesundheit

Cannabis – Droge oder verkannte Heilpflanze?

Schon vor Jahrhunderten wurde Cannabis als Heilpflanze eingesetzt und wegen ihrer positiven Wirkung in Tees verarbeitet oder geraucht. Im Zuge der Modernisierung der Gesellschaft ist die Cannabispflanze immer weiter in den illegalen Bereich abgerutscht und kaum jemand sprach noch über ihre heilende Wirkung bei Erkrankungen. Cannabis ist ein Rauschmittel, dem eine abhängigkeitsfördernde Wirkung nachgesagt wird. Doch die Realität sieht anders aus, wie immer mehr Mediziner erkennen und ihren chronisch erkrankten Patienten berichten. Hier erfahren Sie, gegen welche Krankheiten Cannabis hilft und warum die der medizinisch eingesetzte Hanf wieder an Bedeutung gewinnt. Niemand muss chemische Medikamente nehmen, wenn er mit einer Heilpflanze die gleiche Linderung erfährt und bei schweren, schmerzhaften Erkrankungen wieder mehr Lebensqualität erhält.

Dabei hat die Einnahme nichts mit dem typischen „Rauchen“ eines Joints zu tun und ist so auch für Nichtraucher durchaus eine gute Alternative zu nebenwirkungsreichen Medikamenten. Viele Ärzte empfehlen Vaporizer um medizinisches Cannabis einzunehmen. Zitat des Herstellers Smokestars: „Rauchen steht nicht umsonst in Anführungszeichen, denn eigentlich ist Vaporisieren gar kein Rauchen, sondern Verdampfen. Noch schonender kann man Kräuter nicht inhalieren.“ Auch für überzeugte Nichtraucher ist der Vaporizer eine Lösung, da Sie das Cannabis nicht rauchen, sondern dampfen.

Bild Vaporisieren von Cannabis

Vielseitige Wirkung und vielseitige Einsatzbereiche: Cannabis auf dem Prüfstand

Fakt ist, dass Cannabis so vielfältig wie kaum ein anderes Medikament wirkt. Dabei steht nicht die Heilung, sondern die Linderung der Symptome im Fokus. Gegen Schmerzen und psychische beeinträchtigen wirken die Cannbinoide THC und CBD. Allerdings kommt die Pflanze nicht völlig ohne Nebenwirkungen. Der Rausch lässt sich auch bei medizinischem Cannabis nicht vollständig vermeiden, äußert sich aber größtenteils durch Müdigkeit und Gedächtnisstörungen. Welche Dosis und in welcher Form Cannabis als Medizinprodukt verwendet werden sollte, bestimmt der behandelnde Arzt und berät seinen Patienten ausführlich.

Bei folgenden Erkrankungen hat sich in jüngster Vergangenheit eine spürbare Linderung erwiesen, wenn der Patient auf Cannabis eingestellt und mit der Naturpflanze behandelt wurde.
  • Chronische Schmerzen
  • Chronische Entzündungen
  • Krebs
  • Aids
  • Neurologische Beeinträchtigungen (beispielsweise Tourette)
  • psychiatrische Erkrankungen
  • Glaukome
Wichtig: Auch medizinisches Cannabis steht nur für die Blüten, während der Rest der Pflanze nicht nutzbar ist und zu wenig TCH und CBD enthält.

Ehe ein Arzt Cannabis verschreibt, werden die Organfunktionen, der Blutdruck und das Allgemeinbefinden des Patienten genau untersucht. Wer wegen einer Suchterkrankung bereits in Behandlung war, kommt als Patient für eine Cannabis Therapie nur bedingt bis gar nicht in Frage. Dies begründet sich in einer der Nebenwirkungen, die Sie bei Cannabis nicht ausschließen können. Das Suchtpotenzial ist durchaus gegeben, da der Konsum von Cannabis glücklich macht und eine innere Freiheit spüren lässt.

„Gras“ gegen chronische Schmerzen

In der Bekämpfung starker Schmerzen ist die Wirksamkeit von Cannabis bereits langjährig und umfassend erforscht. Während Medikamente bei clusterartigen Kopfschmerzen oder bei Migräne kaum wirken, lässt Cannabis das Schmerzempfinden schrumpfen und den Kopfschmerz förmlich in Rauch aufgehen. Auch bei Neuropathie oder Phantomschmerzen hat sich die Behandlung bewährt und den Patienten Linderung verschafft. Leiden Sie unter starken chronischen Schmerzen und suchen Abhilfe? Ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt über medizinisches Cannabis kann Linderung bringen und Ihnen einen neuen Weg eröffnen. Auch bei starken Regelschmerzen kann Cannabis anstelle starker Schmerzmittel empfohlen werden, vor allem, wenn es sich um krampfartige Schmerzen unter der Diagnose einer Veränderung der Gebärmutter und damit um ein nicht ohne Operation behandelbares Problem von lebenslanger Dauer handelt.

Entzündungen – Cannabis wirkt entzündungshemmend

Im Körper können sich viele Entzündungen bilden und bei Späterkennung oder falscher Behandlung, aber auch durch genetische Veranlagung chronisch werden. Leiden Sie unter Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa, sind Sie von Arthritis geplagt oder haben häufige Asthma Attacken? Dann könnte Cannabis die Lösung sein und Ihnen mehr Lebensqualität durch die Eindämmung der Entzündung schenken.

Krebs / Aids

Bei beiden Erkrankungen handelt es sich um eine Problematik, die das Immunsystem schwächt und auf diesem Weg zu zahlreichen Begleiterscheinungen führt. Wenn Sie als Krebspatient eine Chemotherapie machen, sind Appetitlosigkeit, stetige Übelkeit und Erbrechen in Folge zu beobachten. Lässt die Übelkeit nach, entwickeln Sie neuen Appetit und schwächen Ihr eh schon angegriffenes Immunsystem nicht zusätzlich. Dabei geht es nicht darum, Cannabis gegen Krebs einzusetzen. Vielmehr können Sie durch die Heilpflanze Nebenwirkungen der Schulmedizin lindern und Cannabis begleitend zur Chemotherapie oder in deren Folge verwenden. Auch bei Aids ist Ihr Immunsystem auf dem Nullpunkt, der Appetit lässt nach und Sie fühlen sich dauerhaft schwach und antriebslos. Mit Cannabis bekommen Sie wieder Hunger und Ihr Immunsystem neue Energie durch die Nährstoffe.

Infografik: Medizinisches Cannabis in Deutschland | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Cannabis bei neurologischen Erkrankungen

Unterdes gibt es Studien, die auf die Wirkung von medizinischem Cannabis bei neurologischen Einschränkungen hinweisen. Bei Spastik oder multipler Sklerose und beim Tourette-Syndrom sorgt Cannabis für eine Beruhigung der Nervenstränge und lindert damit die Begleiterscheinungen und Verursacher, die zum Ausbruch einer Attacke führen. Am Beispiel Tourette lässt sich sehr gut erläutern, wie und warum die Heilpflanze wirkt. Der Tourette Patient steuert seine Erkrankung nicht und hat keinen Einfluss darauf, wann der nächste Ausbruch kommt und in welcher Form er sich äußert. Anstatt kaum noch aus dem Haus zu gehen und sich selbst nicht zu vertrauen, ist eine Behandlung mit Cannabis eine Form der Beruhigung, die Tourette mindert und Ausbrüche sogar ganz verhindern kann.

Psychiatrische Erkrankungen und Cannabis

In Deutschland wird Cannabis aktuell bei posttraumatischen Belastungsstörungen und bei ADHS verabreicht. Bisher gibt es noch keine Studien, aber die Wirkung lässt sich nicht von der Hand weisen. Durch die beruhigende Wirkung, die von Patienten als Schläfrigkeit und erhöhte Müdigkeit empfunden wird, beruhigt sich der Geist und Sie werden nicht länger von den Ursachen Ihrer psychiatrischen Störung heimgesucht.

Glaukom – Linderung durch Cannabis?

Vorab: Cannabis kann den Grünen Star, wie das Glaukom im Volksmund heißt, nicht heilen. Doch durch den THC Konsum senken Sie den Augeninnendruck und damit die Beschwerden, die mit einem Glaukom einhergehen. Ob eine Behandlung mit Cannabis für Sie in Frage kommt, sollten Sie mit Ihrem Arzt absprechen. Fakt ist aber, dass zu hoher Augendruck durch den Konsum von Cannabis gelindert und dadurch mehr Wohlbefinden erzielt wird.

Alterserkrankungen lassen sich mit Cannabis aufhalten

Versuchen Sie einmal, Ihre Oma oder Ihren Vater von den Vorteilen von Cannabis zu überzeugen. In den meisten Fällen werden Sie auf entsetzte Blicke und strikte Ablehnung stoßen. Das liegt aber nur daran, dass Cannabis in der Öffentlichkeit nicht vollständig anerkannt und immer noch als Droge behandelt wird. Auch die Ärzteschaft und die Politik sträuben sich noch mit Händen und Füßen, Cannabis als vollwertiges Medikament anzuerkennen und es aus dem Schatten der Kriminalität und Grauzone herauszuholen. Bei arthritischen Schmerzen, bei Appetitmangel, bei Schlafstörungen und der Unruhe als Begleiterscheinung von Alterserkrankungen kann Cannabis durchaus einen Versuch wert sein.

Cannabis als Medizin auf Rezept (Basiswissen für Patient & Arzt)
Alternativ: Cannabis gibt es in verschiedenen Ausführungen. Zum Beispiel auch als Mundspray oder als Tee. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und finden die für sich beste Verabreichung, wenn Sie die Zustimmung und ein Rezept für die Apotheke erhalten.

Hinweis: Kaufen Sie kein „Gras“ auf der Straße, sollte der Arzt die Behandlung mit Cannabis ablehnen. Dies ist nicht nur illegal, sondern aufgrund des hohen THC Gehalts sehr gefährlich. Medizinisches Cannabis steht in keinem Zusammenhang mit den hochgezüchteten Sorten, die heute ihren Weg über die holländische Grenze nach Deutschland und in die Parks der Metropolen finden. Die Einnahme muss kontrolliert, medizinisch überwacht und wohldosiert werden. Das Cannabis muss über einen bekannten THC Gehalt verfügen und mit Vorsicht konsumiert werden.

Alte Traditionen in der modernen Medizin

Schon früher wussten Heilkundige und Medizinmänner: Wenn nichts mehr hilft, wird es Cannabis richten. Daran hat sich nichts geändert, sehen Sie von der öffentlichen Meinung über die Heilpflanze ab. Leiden Sie unter starken und dauerhaften Schmerzen oder Entzündungen, sollten Sie sich nicht um die öffentliche Meinung, sondern um ein Gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt kümmern. Stimmt dieser einer Behandlung mit Cannabis zu, könnte sich binnen kurzer Zeit eine das Wohlbefinden steigernde Wirkung in Ihrem Leben aufzeigen.

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