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Carport selbst bauen: So gelingt es

Bei einem Carport handelt es sich um einen überdachten Unterstand für Ihr Auto. Dieser ist – im Vergleich zur Garage – nicht komplett geschlossen, sondern hat zumindest eine offene Einfahrt. So schützt er den PKW vor Hagel, Schnee und Regen. Doch welche Vorteile bringt der Bau eines Carports im Vergleich zu einer Garage mit sich und was sollten Sie bei der Auswahl des passenden Modells beachten? Welche Materialien benötigen Sie und was ist beim Bau zu berücksichtigen?

Vorteile eines Carports im Vergleich zu einer Garage

Durch die offene Bauweise wird eine bessere Luftzirkulation gewährleistet. So trocknen die Fahrzeuge unter einem solchen Unterstand besser und Korrosion wird somit verhindert. Zudem ist der Erhalt einer Baugenehmigung für ein solches Vorhaben einfacher als bei einer Garage. Daneben stellt ein Carport eine günstigere Alternative dar, die leichter und schneller errichtet ist. Außerdem benötigt der Unterstand weniger Platz.

Was müssen Sie bei der Auswahl des richtigen Modells beachten?

Zunächst müssen Sie einen passenden Standort für den Carport bestimmen. Achten Sie darauf, dass Sie einen Schutz auf der Wetterseite errichten. Dabei besteht zum Beispiel die Möglichkeit, den Carport an eine Hauswand anzulehnen und so einen Witterungsschutz zu gewährleisten. Daneben kann zum Beispiel auch eine Seitenwand hilfreich sein. Im Anschluss an die Wahl des Standortes sind die benötigten Maße zu bestimmen und eine Auswahl bezüglich des richtigen Materials ist zu treffen. Haben Sie zum Beispiel gleich zwei Fahrzeuge, so bietet sich der Bau eines Doppel-Carports an. Zudem gibt es Modelle, bei denen ein Gerätehaus integriert ist. Bezüglich des Materials können Sie sich in der Regel zwischen Holz, Aluminium, Kunststoff oder Stahl entscheiden. Achten Sie bei Holz jedoch darauf, dieses mit einem Schutzlack zu versiegeln.

Was ist beim Bau zu berücksichtigen?

Halten Sie sich genau an den vorgegeben Bauplan und gehen Sie Schritt für Schritt vor. Nur so gewährleisten Sie Standfestigkeit und eine lange Lebensdauer. Essentiell ist das richtige Fundament. Nur so sorgen Sie für einen stabilen Stand. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie Holzpfosten vor Fäulnis schützen. Da diese von Feuchtigkeit angegriffen werden, dürfen Sie einen solchen Stützpfosten aus Holz unter keinen Umständen ohne einen Träger im Boden platzieren. Verwenden Sie deshalb einen speziellen Pfostenträger, der als Bindeglied zwischen Boden und Holzpfosten agiert. Diese Träger sind in U- und H-Form erhältlich. Zudem ist es wichtig, auf gleichmäßige Winkel sowie Abstände zu achten. Auch die Gestaltung des Dachs sollte gut durchdacht sein. Neben Wellblech können Sie zu Kunststoff oder Bitumen greifen. Letzteres ist insbesondere für Flachdach-Carports geeignet. Neben dieser Dachform stehen Ihnen das Pultdach sowie das Satteldach zur Verfügung. Sinnvoll ist es, auf einen Neigungswinkel von zehn Grad zu achten. So gewährleisten Sie, dass Schnee und Regenwasser ablaufen können. Ist dies nicht der Fall, kann Ihre Konstruktion Schaden nehmen.

Holen Sie sich unbedingt vorab eine Baugenehmigung ein

Bevor Sie den Carport kaufen, sollten Sie unbedingt herausfinden, ob Sie für diesen eine Baugenehmigung benötigen. Informieren Sie sich deshalb vorab in den Regelungen der Landesbauordnung oder im örtlichen Bebauungsplan. Auch das zuständige Bauamt gibt Auskunft darüber.

Bildernachweis:
Titelbild – Urheber: ronstik / 123RF Standard-Bild
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