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Das Schlafzimmer einrichten – hilfreiche Tipps und absolute No-Gos

Zahlreiche Studien belegen, dass viele Deutsche unter Schlafstörungen leiden. Bei einigen ist das Problem sogar chronisch. Zu den Ursachen zählen meist Stress, Leistungsdruck, schlechte Ernährung und nicht ausreichend körperliche Betätigungen. Doch guter Schlaf hängt auch vom richtigen Umfeld und von Faktoren wie der Schlafzimmereinrichtung ab.

Das Mantra lautet: Nicht überladen, Ordnung und Klarheit schaffen. Wir zeigen Ihnen wie.

Bloß keine Unordnung, keine Ungemütlichkeit und keinen Elektrosmog ins Schlafzimmer bringen

Seien Sie gewarnt, Fernseher, Radio, Laptop, Handy und andere Geräte tragen zur Dauerberieselung bei und haben Ruhelosigkeit zur Folge. Doch wenn Sie am Ort der Ruhe auf Fernseher & Co. nicht verzichten wollen, platzieren Sie ihn dezent und schalten Sie ihn nachts komplett aus, denn auch ein Stand-by-Modus kann ablenken und das Wohlempfinden stören. Womöglich assoziieren Sie Laptop und Tablet mit Arbeit, also gehören sie schnell, ordentlich und möglichst unsichtbar verstaut. Auf keinen Fall jedoch sollte sich Ihr Handy in Kopfnähe befinden. Ein Funkwecker hingegen ist harmlos. Gerümpel unter dem Bett oder unharmonische Deko-Elemente auf der Kommode sind nicht erlaubt. Auch schmutzige Wäsche hat auf dem Boden oder auf dem Stuhl nichts verloren. Haushaltsgegenstände wie Bügelbrett und Staubsauger sind unschön und erinnern ebenfalls an Arbeit und gehören hier nicht hin.

Das Problem: Die planlose Ansammlung von Kleidern, Haushalts-, Arbeits- und Dekogegenständen wirkt unordentlich – selbst wenn es aufgeräumt ist. In einer Rumpelkammer lässt es sich nicht gut erholen. Übrigens: Das ungemütliche Licht der Deckenlampe gehört auch ersetzt.

Auf das Wesentliche reduzieren

Scheuen Sie den Aufwand nicht und nehmen Sie sich Zeit zum Verschönern. Entscheiden Sie sich für schlichte und geradlinige Möbel. Ein Bett, eine hochwertige Matratze, eine Kommode und ein Kleiderschrank. Mehr braucht es in diesem Zimmer nicht. Idealerweise steht das Bett an der Wand, von der aus man die Zimmertür im Blick hat, das gibt Ihnen ein Gefühl der Sicherheit. Unterteilen Sie das Schlafzimmer in Zonen, die sich voneinander abgrenzen. Dabei helfen Teppiche, Siedeboards sowie Tisch und Stehlampen.

Bild Schlafzimmerideen

Weitere Einrichtungsgegenstände wie Stuhl oder Sessel und Vorhänge sollten möglichst dezent, vielleicht sogar minimalistisch sein. Trauen Sie sich dennoch, Stile zu mixen und ein Schlafzimmer mit Charakter entstehen zu lassen. Mit den passenden Accessoires wird es richtig schön wohnlich. Wie wäre es mit einem schönen Kleidertorso, um Ihre liebsten Kleider äußerst geschmackvoll zu drapieren? Büsten, Torsos und Schaufensterpuppen, die ursprünglich für Schneidereien und Modeboutiquen gedacht waren, setzen Ihre Kleidung und Ihren Schmuck raffiniert in Szene. Am Abend nehmen Sie Ihnen Bluse, Hemd und Hut ab, bis sie am nächsten Morgen wieder gebraucht werden. Wo zuvor Chaos herrschte und alles achtlos auf dem Stuhl oder den Boden landete, da herrscht nun Ordnung. Einige drapierte Kissen und eine schöne Tagesdecke auf dem Bett sorgen für Akzente und Gemütlichkeit. Nun dekorieren Sie die Wände noch mit persönlichen Fotos und Gemälden, die Ihnen etwas bedeuten und schöne Erinnerungen wecken und schon haben Sie mit ein paar Handgriffen und kleinen Veränderungen zu einer verbesserten Raumatmosphäre im Schlafzimmer beigetragen.

 

Die Farbwahl ist wichtig

Ein weiterer, nicht zu vernachlässigender Faktor, der das Wohlempfinden beim Durchschlafen als auch beim Aufwachen maßgeblich beeinflussen kann, ist die Farbwahl. Helle, warme Farben können einen Raum größer wirken lassen und eine gemütliche Atmosphäre schaffen. Gleichzeitig wirken sie aber auch aufmunternd und aktivierend, und laden deshalb Körper und Geist weniger zum Ruhen und Entspannen ein. Auch wenn kühlere Farben einen Raum kleiner erscheinen lassen, so können sie jedoch auch ein Gefühl von Geborgenheit erzeugen und den Körper dazu einladen, einen Gang herunterzuschalten. Gelb und Rottöne sind für einen erholsamen Schlaf daher eher ungeeignet und sollten, wenn überhaupt, pastellig zum Einsatz kommen. Weiß hingegen eignet sich durchaus, da es zwar auch hell, gleichzeitig jedoch unauffällig ist und Auge und Geist nicht vom geruhsamen Durchschlafen ablenkt. Lila, Blau und Grün haben im Schlafzimmer eine energiefördernde Wirkung und schaffen die Ausgeglichenheit, die man sich wünscht.

Bild Pflanzen fürs Schlafzimmer

Was es bei Pflanzen im Schlafzimmer zu beachten gilt

Eine ausgewogene Menge und Auswahl der richtigen Zimmerpflanzen kann immens zum Wohlbefinden im Schlafzimmer beitragen, da sie mit ihrer kühlen grünen Farbe sowohl eine entspannende als auch erfrischende Komponente in der Raumgestaltung darstellen können. Manchmal ist das Bedenken groß, ob der Schlaf nicht durch die Sauerstoffaufnahme der Zimmerpflanzen während der Nacht gefährdet ist. Da diese Aufnahme jedoch nach Expertenmeinung äußerst gering ist, sollte sich eine normale Begrünung des Schlafzimmers in keiner Weise negativ auf die menschliche Sauerstoffzufuhr auswirken. Mit der gezielten Auswahl bestimmter Pflanzen lässt sich der Sauerstoffgehalt und die Luftqualität außerdem sogar steigern. Beliebt ist unter anderem die Madagaskarpalme, die an einem Tag so viel Sauerstoff produziert, wie ein Mensch ihn in der gleichen Zeit verbraucht. Auch die Aloe ist in den eigenen 4 Wänden zunehmend beliebter, da sie ihre Sauerstoffproduktion in der Nacht vollzieht. Sie ist daher die ideale Pflanze für das Schlafzimmer. Vermeiden sollten Sie hier jedoch Pflanzen wie Lavendel oder Jasmin, die einen starken Duft besitzen und damit zu Kopfschmerzen führen können.

Bild Lampenideen fürs Schlafzimmer

Die richtige Beleuchtung

Auch die Beleuchtung spielt im Schlafzimmer eine wichtige Rolle. Halogenstrahler und Glühbirnen mit kaltem Licht können eine noch so schöne Inneneinrichtung kalt und ungemütlich erscheinen lassen. Gerade, wenn Sie sich für dunklere Farben im Schlafzimmer entschieden haben, können LED-Leuchten mit warmem Licht die Gemütlichkeit schaffen, die Sie in Ihrem Schlafzimmer brauchen. Eine schöne Möglichkeit der Beleuchtung ist die Integrierung der LED-Lampen in verschiedene Möbel. Oft sind diese auch mit einem Sensor ausgestattet, sodass sie beispielsweise von der Bettkante aus Licht spenden, sobald Sie aus dem Bett aufstehen. Auch viele Schlafzimmerschränke sind mittlerweile mit solchen automatischen Beleuchtungselementen ausgestattet. Funktionale Beleuchtung ist hier das passende Stichwort – Sie sollten überall dort für ausreichend Helligkeit sorgen, wo sie gerade gebraucht wird. Und dies lässt sich nicht mit einer einzelnen, starken Deckenleuchte realisieren.

Setzen Sie also eher auf gezielte Bildstrahler und Stehlampen. Ebenso hilfreich für ein entspanntes Aufstehen sind dimmbare Lichter, da sie sich an die morgendliche Empfindlichkeit der oftmals noch müden Augen anpassen lassen. Auf diese Weise bringen Sie Ruhe und eine entspannte Atmosphäre in Ihr Schlafzimmer, die zum Verweilen und Entspannen einlädt.

Bildernachweis:
alle Bilder – CC0 Public Domain / Pixabay.com

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