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Des Start Ups neue Kleider – Ist Arbeitskleidung auf für Start Ups sinnvoll?

Arbeitskleidung ist nicht in allen Branchen ein Muss, aber in vielen Fällen kann ein einheitlicher Auftritt dabei helfen, sich als geschlossene Marke zu präsentieren. Diese Form des Branding ist nicht nur bei etablierten Unternehmen wichtig, sondern kann auch Start Ups dabei helfen, eine eigene Firmenidentität aufzubauen, die sich nicht nur nach außen, sondern vor allem auch im Bewusstsein aller Mitarbeiter manifestiert.
Wann Arbeitskleidung sinnvoll, wann notwendig ist und wie Start Ups Berufsbekleidung ertragreich einsetzen können, verraten wir dir.

Grundsätzliche Begriffsunterscheidungen – Berufs-, Schutz- und Dienstkleidung

Zunächst einmal ist es wichtig, die Begriffe im Bereich der Arbeitskleidung voneinander zu trennen. Denn auch wenn der Begriff Arbeitskleidung als salopper Überbegriff genutzt wird, gibt es wichtige Unterscheidungen, die teils auch rechtliche Konsequenzen haben können.

Dies betrifft vor allem die Schutzkleidung, denn in Berufen, die Schutzkleidung erfordern, haben weder Arbeitnehmer, noch Arbeitgeber eine Wahl. Schutzkleidung zu tragen, ist in den entsprechenden Branchen Pflicht. Dies betrifft etwa die Sicherheit bei handwerklichen Arbeiten, aber auch den Schutz vor Chemikalien, UV-Strahlung, Umwelteinflüssen, Elektrostatik oder Druck.
Werden die Mitarbeiter entsprechenden Einflüssen ausgesetzt, ist das Tragen der Schutzkleidung rechtlich bindend. Nicht nur der Schutz des Arbeitnehmers wird durch Schutzkleidung gewährleistet, sondern auch Hygiene – etwa im Umgang mit Lebensmitteln.
Verschiedene Produkte für den Arbeitsschutz können auch ganz bequem online bestellt werden, so dass auch kleinere Unternehmen schnell die passende Schutzkleidung für ihre Ansprüche beziehen können.

Auch Dienstkleidung muss vom Arbeitnehmer während der Arbeitszeit getragen werden, hierbei handelt es sich allerdings nur um Kleidung, die das Unternehmen nach außen kommuniziert. Praktische Aspekte der Dienstkleidung müssen nicht zwangsläufig erfüllt werden, diese untersteht eher dem Sinne der Uniformität. Zur klassischen Dienstkleidung zählen etwa Uniformen der Polizei, aber auch die Uniformkleidung der Fluggesellschaften oder etwa die T-Shirts der Mitarbeiter im Apple Store. Wichtiger als die Zweckmäßigkeit ist hier der geschlossene Auftritt und Farbe und Schnitt, die das Unternehmen repräsentieren.

Wird die Dienstkleidung in der Regel (zumindest in einem gewissen Kontingent) vom Arbeitgeber gestellt, so liegt die Anschaffung von Berufskleidung dem Arbeitgeber. Hierbei kann es sich um spezielle Kleidung für Küche, Pflege oder Handwerk handeln, die schlichtweg zweckmäßig ist. Arbeitnehmer haben hierbei aber einen gewissen Ermessensspielraum und können die Anschaffung der Kleidung steuerlich geltend machen, solange diese nicht privat getragen werden kann und dem Berufsbild entspricht.

Eine Kleidung, ein Auftritt, eine Marke

Eine einheitliche Arbeitskleidung kann auch dann sinnvoll sein, wenn sie kein Muss ist. Das hängt natürlich von verschiedenen Faktoren ab und nicht für jedes Start Up ist eine komplette Einkleidung empfehlenswert.

Bei Außenauftritten kann es durchaus Sinn ergeben, sich geschlossen als Unternehmen zu präsentieren und eine sofortige Zusammengehörigkeit zu signalisieren. Gerade auf Messen ist das besonders sinnvoll, wenn es für Besucher, Kollegen und potentielle Partner zwischen den Ständen schnell einmal unübersichtlich wird. Statt eines Blicks auf die Nametags empfiehlt es sich hier, die Marke mit stilsicheren Polohemden, Hemden oder Longsleeves zu kommunizieren. Untersteht dies alles der Designidentität des Unternehmens, wird auf den ersten Blick klar, zu welchem Unternehmen die Mitarbeiter gehören. Neben der Übersichtlichkeit spricht eine uniforme Arbeitskleidung aber auch immer für eine Identifikation mit dem eigenen Unternehmen, für Außenstehende und Mitarbeiter gleichermaßen.
Es muss auch nicht immer das schreiend bunte Poloshirt sein, in vielen Fällen macht gerade das Understatement die Arbeitsbekleidung so reizvoll. Ein dezent aufgesticktes Logo macht sich auf dem Hemd ebenso gut wie als Applikation auf dem Jackett.

Das einheitliche Erscheinungsbild bei Außenauftritten oder Kundenterminen sollten gerade Start Ups als Teil einer erfolgreich etablierten Corporate Identity verstehen und entsprechend nutzen. Aus vielen Mitarbeitern entsteht ein einheitliches Gesamtbild.

Von Traditionsbetrieben lernen, als Start Up umsetzen

Auch die innovativsten Start Ups müssen nicht in jedem Bereich das Rad neu erfinden. Was bereits bei den Handwerksunternehmen und Edelrestaurants in der näheren Umgebung Tradition hat, hat auch für Gründer seine Bewandtnis nicht verloren. Arbeitskleidung kann eine Identität schaffen und macht jeden Mitarbeiter zum Teil eines ganzheitlichen Branding.

Doch natürlich sollen Start Ups auch ihre eigenen Besonderheiten nutzen, um die Arbeitskleidung zu mehr als zweckmäßigen Schürzen zu erheben. Inzwischen gibt es im Internet eine große Auswahl an Anbietern, die nicht nur hochwertige Arbeitskleidung in größeren Mengen mit wenigen Klicks zur Verfügung stellen, sondern sich auch um die Kleidung entsprechend der Brand zu veredeln. Dabei gibt es unterschiedliche Varianten der Veredelung, die Beflockung mag die einfachste und günstigste sein, allerdings ist eine Bestickung deutlich beständiger. Und natürlich ist ein gesticktes Logo auch deutlich edler als ein Flockdruck, der nach einigen Wäschen Risse erhält. Es lohnt sich in diesem Bereich eher, etwas mehr Geld in beständigere Kleidung zu investieren. Schließlich müssen die Mitarbeiter diese ja auch selbständig reinigen können und nicht jede/r wird gleichsam pfleglich mit der Kleidung umgehen.

Arbeitsbekleidung

Jedes Teil ein Teil des Unternehmens – Arbeitskleidung als Projektionsfläche

Arbeitskleidung ist auch dann für Unternehmen sinnvoll, wenn es sich nicht um vorgeschriebene Schutz- und Hygienekleidung handelt. Denn ein einheitliches Auftreten, ein gewisser Kleidungsstil oder ein Tupfer Farbe im Corporate Design zeigt sofort nach Außen, welches Unternehmen vertreten wird.

Und auch für die Mitarbeiter kann eine einheitliche Arbeitskleidung die Identifikation mit dem Unternehmen stärken. Denn Uniformen oder Teambekleidung schaffen schließlich auch nicht von ungefähr ein Gefühl der Zugehörigkeit.
Daher ist es auch für Start Ups sinnvoll, sich mit einem markeneigenen Kleidungsstil auseinander zu setzen. Kleider machen nicht nur Leute, sondern auch Unternehmen.

Bildernachweis
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