Gesundheit

Geschwollene Hand – Ursachen und Behandlung

Jeden Tag benutzen wir unsere Hände, weil wir sie für unsere Tätigkeiten brauchen. Die Hände werden dabei mehr oder weniger stark beansprucht. Unsere Hände leiden darunter, wenn Sie ohne Gummihandschuhe beim Abwaschen oder beim Putzen mit heißem Wasser in Berührung kommen oder wenn sie bei der Hausarbeit mit Stoßen, Schlägen oder Abschürfungen attackiert werden. Wenn etwas mit ihnen nicht stimmt, wird das für viele Menschen zu einem großen Problem.

Schmerzen und Schwellungen in den Händen: Ursachen erkennen

Viele Menschen klagen immer wieder einmal über Schmerzen und Schwellungen in den Händen. Die Ursache ist für viele Betroffene unbekannt. Dabei können recht harmlose Dinge der Auslöser sein. Allerdings kann ebenso eine schwere Krankheit dahinter stecken wie Arthrose, Arthritis oder eine andere Art der Gelenkentzündung. Auch Krankheiten wie Diabetes können der Auslöser für eine geschwollene Hand sein. Daher muss eine geschwollene Hand genau beobachtet und im weiteren Verlauf auf Veränderungen untersucht werden. Dabei sollten Sie die Schwellungen lokalisieren. Versuchen Sie festzustellen, auf welcher Seite sie vermehrt auftritt und ob eine Körperhälfte oder beide davon betroffen sind. Die Schwellung an der Hand kann die ganze Hand betreffen oder sich nur auf Teile von ihr beschränken. Dabei ist zu beachten, ob die Schwellung Schmerzen auslöst oder gänzlich ohne Schmerzen zu beobachten ist.

Ursachen für geschwollene Hände

Diabetes kann eine Ursache für geschwollene Hände sein / Bild: Pixabay.com/de – stevepb

Eine geschwollene Hand im Alltag

Schwellungen an den Händen können zum Beispiel bei der alltäglichen Verrichtung der Hausarbeit schnell auftreten. Sie brauchen nur einen Riemen festzuziehen, der um eine Hand gewickelt wurde und schon sehen Sie, wie sich das Blut in der Hand staut. Lassen Sie den Riemen wieder locker, so fließt das Blut wieder frei in den Organismus hinein und es kommt nicht zu einer weiteren Ansammlung von Blut in der Hand. Wassereinlagerungen im Gewebe, die auch Ödeme genannt werden, kommen ziemlich häufig vor. Jedoch treten sie besonders oft bei schwangeren Frauen auf. Die Schwangerschaft verändert das gesamte System des Körpers. Durch die hormonelle Veränderung im Körper der Schwangeren, kommt es vermehrt zu Wassereinlagerungen. Ferner drängt der erhöhte Blutfluss das Wasser in das Gewebe. Es bilden sich dabei Dellen unter der Haut. Nach der Schwangerschaft bilden sich die Ödeme meistens schnell wieder zurück.

Die häufigsten Gründe für eine geschwollene Hand:

  • Arthrose in den Gelenken
  • Entzündung nach Infektion
  • Rheuma
  • Bindegewebserkrankungen
  • Schwangerschaft
  • Fibromatosen
  • Weitere Entzündungsreaktionen

Dabei ist zu beachten, dass die geschwollene Hand, je nachdem wodurch sie ausgelöst wird, unterschiedliche Symptome zeigt. Bei dem Vorliegen einer rheumatischen Grunderkrankung und bei Verschleißerscheinungen, die sich wie bei einer Arthrose zeigen, sind hauptsächlich die Gelenke der Hand betroffen. Dabei zeigen sich häufig starke Schmerzen. Die geschwollene Hand sollte unbedingt sofort ärztlich behandelt werden. Um Heilungschancen zu erzielen, sollten sofort Maßnahmen in Form einer Medikamentengabe ergriffen werden. Liegen Flüssigkeitsansammlungen vor, schwillt in der Regel vor allem das Bindegewebe an. Dieser Prozess ist weniger von Schmerzen begleitet.

Weitere mögliche Ursachen für eine geschwollene Hand

Die Schwellungen, die sich im Bereich der Hände zeigen, können weitere verschiedene Ursachen haben. Eine Abnutzung der Finger- und Handgelenke, die auch als Arthrose bezeichnet wird, eine Krankheit aus dem rheumatischen Kreis, eine Sehnenscheidenentzündung, Tumore oder Ganglien, sind weitere wichtige Gründe für eine geschwollene Hand. Im Weiteren kann eine Hand, die stark angeschwollen ist, darauf hinweisen, dass es vermehrt zu Flüssigkeitsansammlungen gekommen ist. Flüssigkeiten in Form von Blut oder Lymphflüssigkeit können ebenfalls eine geschwollene Hand verursachen.

Im Weiteren kommt als Grund für die Schwellungen eine Sklerodermie infrage. Diese ist leicht daran erkennbar, dass sie sich durch starke Schwellungen an den Händen und Fingern bemerkbar macht. Am Morgen kann überdies eine Steifigkeit der Hände auftreten. Im Verlauf der Krankheit kommt es besonders häufig zu Durchblutungsstörungen, welche sich zuerst in den Fingerspitzen zeigen. Bei dieser Krankheit kann es dazu führen, dass Gewebe abstirbt.

geschwollene Hände in der Schwangerschaft

Schwellungen treten häufig während der Schwangerschaft auf / Bild: Pixabay.com/de – Pexels

Welche Mittel helfen bei einer geschwollenen Hand am besten?

Eine geschwollene Hand kann gut mit einigen wirksamen Hausmitteln behandelt werden. Die Flüssigkeit wird dadurch abgeleitet und somit geht die Schwellung schnell wieder zurück.

Diese Mittel stehen bei Schwellungen zur Auswahl:

  • Kühlung
  • Massagen
  • die Anwendung von Schüsslersalzen
  • kalte Aufgüsse mit Minze oder Salbei

Zeigen diese altbewährten Hausmittel keinen Erfolg und kehren die Schwellungen immer wieder, obwohl kein Grund erkennbar ist, sollte umgehend ein Arzt konsultiert werden. Denn dann könnte es sein, dass eine Krankheit hinter den Schwellungen steckt, die schnell behandelt werden muss. Der Hausarzt untersucht sie genau und klärt ab, was hinter den Schwellungen steckt. Immerhin kann eine vermehrte Einlagerung von Flüssigkeit ebenso auf eine schwerwiegende Krankheit, wie eine Erkrankung der inneren Organe oder Ähnliches, hinweisen. Bei Schwangeren kann der Arzt Empfehlungen für das richtige Verhalten geben, je nachdem, um welche Art der Schwellung es sich handelt. Viele Schwellungen, auch während der Schwangerschaft, deuten auf eine falsche Ernährung hin.

Sollte eine schwere Krankheit, wie zum Beispiel Gicht als Ursache für die Schwellung festgestellt werden, muss ohnehin sofort eine Umstellung der Ernährung erfolgen. Dafür muss der Arzt jedoch das Blutbild und den Vitamin- sowie Mineralstoffstatus genauestens bestimmen. Eine geschwollene Hand sollte nicht zu leicht genommen werden. Im Zweifel sollten Sie immer sofort einen Arzt aufsuchen.

Titelbild: Urheber: arvebettum / 123RF

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