Haus & Garten

Neubau oder Bestandsimmobiliensanierung: Energiesparendes Wohnen realisieren

Ein Eigenheim sichert dir eine mietfreie Zukunft und eine Investition, die krisensicher und aus vielerlei Gründen zukunftsperspektivisch ist. Mit der Entscheidung für den Hauskauf entsteht die Frage, ob der Erwerb einer Bestandsimmobilie oder ein Neubau mit dem Fokus auf die Energieeffizienz sinnvoller sind. Dieser Artikel beleuchtet die Möglichkeiten aus verschiedenen Perspektiven und gibt dir einen Überblick, welche Optionen realisierbar sind und wie du deine Entscheidung am günstigsten triffst.

Energiesparend renovieren oder neu bauen: Was lohnt sich wirklich?

Es gibt keine Faustregel, an der sich die Entscheidung orientieren kann. Fakt ist, dass du ältere Objekte zu stellenweise sehr günstigen Preisen erwerben und diese mit einer staatlichen Förderung energetisch sanieren kannst. Ein Neubau ist in der Anschaffung teurer, erspart dir aber die nachträgliche Umrüstung auf den energiesparenden Betrieb und ist ebenfalls förderfähig. Eine umfassende Kalkulation der Pros und Kontras ist notwendig, da der Hauskauf oder Hausbau eine Entscheidung fürs Leben, sowie immer eine mit hohem Budget verbundene Anschaffung ist. Statistisch gesehen ist jedes achte ältere Haus in Deutschland ein Fall für den Abriss, da eine Umrüstung auf Energieeffizienz viel zu teuer, oder aufgrund der Bausubstanz unmöglich ist. Hier helfen Experten, die den Zustand einer Immobilie bewerten und damit einen Anhaltspunkt liefern, ob sich eine umfassende Renovierung lohnt.

Bei alten Immobilien fallen unter Anderem die:
  • Dämmung der Fassade und des Daches
  • die Anschaffung neuer Fenster
  • die Umrüstung der Heizungsanlage
  • und eventuell eine neue Verlegung der elektrischen Leitungen an.

Je größer der Aufwand ist, umso höher sind die Kosten für die energetische Sanierung und umso wichtiger ist die Überlegung, ob der Neubau nicht eine bessere und auf Dauer günstigere Entscheidung ist. Seht günstig angebotene Häuser haben im Regelfall einen Haken. Dieser basiert auf verschiedenen Komponenten, zu denen auch eine negative Energiebilanz zählt. Um die Umwelt zu schonen und dich vor hohen Ausgaben zu schützen, solltest du mit Bedacht entscheiden und vor dem Kauf einen Spezialisten zu Rate ziehen. Denn wenn eine umfassende energetische Sanierung nicht möglich oder zu teuer ist, kann sich die Neuorientierung lohnen und dich vor dem sprichwörtlichen „Fass ohne Boden“ bewahren.

Die richtige Ausstattung energiesparender Häuser

Ab welchem Zeitpunkt ist ein Haus energiesparend? Um eine Immobilie als energieeffizient einzustufen, müssen unterschiedliche Faktoren Beachtung finden. Die Gewinnung von Energie über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, die gedämmte Fassade und eine wärmeisolierende Dachdämmung, sowie doppelt oder dreifach verglaste Fenster sorgen für Einsparungen beim Energieverbrauch. Auch ein eigenes Hauswasserkraftwerk erweist sich als praktische Lösung, kann aber bei älteren Objekten nicht immer in der bestehenden Wasserversorgung integriert werden. Die Basis für eine energiesparende Ausstattung ist ein Gemäuer, das gleichzeitig luftdicht und gut belüftet ist. Bei vielen älteren Häusern kann eine Dämmung der Fassade vor Probleme stellen und zur Schimmelbildung führen. Feuchte Wände oder der Feuchtigkeitsaufzug aus dem Keller sind keine Grundlage für eine Sanierung, die mit dem Ziel der Energieeinsparung realisiert wird. Gleiches gilt auch für den Einbau neuer Fenster, die bei feuchten Wänden automatisch zu einer hohen Luftfeuchtigkeit und den damit verbundenen Risiken der Schimmelbildung führen.

Ein individuell auf den Käufer abgestimmtes Ausstattungspaket gibt es, wenn du energiesparende Häuser bei Viebrockhaus wählst und dich für maximale Energieeffizienz entscheidest. Du bekommst nicht nur ein exklusiv für dich errichtetes Eigenheim, sondern profitierst von staatlichen Förderungen für die Entscheidung zu einer überragenden Energiebilanz 40 Plus. Die hochwertige Wärmedämmung, effiziente Heiztechnik und die kontrollierte Atmungsaktivität der Gemäuer sorgen für niedrige Nebenkosten, die Unabhängigkeit von Öl und Gas, sowie die damit verbundene lange Wertstabilität der Neubauimmobilie.

Nachrüstung möglich? Nachträglich auf Energieeffizienz umrüsten!

Ob die Grundvoraussetzungen für eine energiesparende Renovierung gegeben sind, sollte ein Bauexperte prüfen. Nur eine realistische und alle Faktoren einbeziehende Bausubstanzprüfung und anschließende Kalkulation des Kostenaufwandes bewahren dich als Bauherr vor hohen Ausgaben, die im Endeffekt keinen Erfolg bringen oder sich gar als kontraproduktiv erweisen. Um zu einem plausiblen Ergebnis zu gelangen, wird der Kaufpreis der Immobilie zugrunde gelegt. Nach der Prüfung durch einen Bausachverständigen erfährst du, welche Kosten im Rahmen der Renovierung auf dich zukommen. Erst dann ist eine Gegenüberstellung zum Neubau, und damit ein realistischer Vergleich von Aufwand und nutzen möglich.

Generell gilt:
  • Ein älteres Haus im guten Zustand kann energetisch saniert werden.
  • Bei Denkmalimmobilien ist eine zusätzliche Genehmigung der zuständigen Behörde nötig.
  • Die Umstellung auf eine gute Energiebilanz zieht neben dem Einbau einer modernen Heizung viele bauliche Veränderungen nach sich.
  • Ehe der Zuschlag erteilt und eine Firma beauftragt wird, sollte ein Vergleich zu den Kosten für einen Neubau gezogen werden.
  • Solide gebaute Häuser, beispielsweise Gründerzeitvillen mit guter Bausubstanz, sind öfter günstiger energetisch zu sanieren, als abzureißen und anschließend neu zu bauen.
Tipp: Ein Vergleich verschiedener Kostenvoranschläge von Baufirmen lohnt sich. Die Kosten für eine energetische Sanierung variieren erheblich. Ebenso ist es ratsam, dass du dich über Fördermöglichkeiten informierst und in Erfahrung bringst, ob die Renovierung des Objekts für eine staatliche Förderung prädestiniert ist.

Bild Haus energiesparend sanieren

Neubau oder energetische Sanierung: Eine Gegenüberstellung

Die energetische Renovierung älterer Häuser hat ihre Grenzen. Während die Heizungsanlage oder eine Photovoltaikanlage zur Energiegewinnung aus erneuerbaren Ressourcen nachrüstbar ist, kann es bei der Dämmung des Gemäuers zu Schwierigkeiten kommen. Immobilien mit feuchter Bausubstanz, mit Leitungen auf Putz oder mit einem veralteten Wasseranschlusssystem eignen sich nicht für eine Sanierung, da die Kosten weitaus höher als beim Abriss und der Entscheidung für einen Neubau sind. Im Endeffekt entscheidet der Kostenfaktor über die Möglichkeiten und über den Nutzen, der sich aus einer energetischen Renovierung ergibt. Bei Häusern, die in ihrer Gesamtheit einen Sanierungsbedarf aufweisen, sind die Ausgaben für eine Umrüstung auf Energieersparnis nur der sprichwörtliche Tropfen auf dem heißen Stein. Bei einem energiesparenden Neubau sparst du hohe Kosten und kannst dich auf ein reichhaltiges Kontingent an Vorteilen verlassen.

In Gegenüberstellung zur Altbausanierung bietet dir der Neubau:
  • maximale Energieeffizienz mit einer Energiekosteneinsparung von mindestens 40%
  • die garantierte Förderfähigkeit für ein KfW-Effizienzhaus 40 Plus
  • die Abstimmung aller Komponenten auf deinen persönlichen Anspruch eine nachhaltige Bauweise
  • Kostentransparenz: das Angebot beinhaltet alle Kosten im Gesamtpaket
  • den Vorteil einer sicheren Entscheidung für energieeffizientes Wohnen.

Anhand der Vorteile des Neubaus scheint die energetische Renovierung von Bestandsimmobilien eher schlecht abzuschneiden. In vielen Fällen ist das leider auch so, da sich trotz umfassender Maßnahmen keine optimale Energiebilanz erzielen und keine Anhäufung notwendiger Zusatzkosten vermeiden lässt. Die Sanierung ist bei neueren, in der Bausubstanz robusten Immobilien oder bei Denkmalimmobilien sinnvoll. Handelt es sich um ein preisgünstiges altes Reihenhaus oder ein älteres, verschiedene Sanierungsmaßnahmen benötigendes Einfamilienhaus, ist ein Neubau immer die bessere und kostengünstigere Entscheidung.

Hauskauf geplant? Energiesparender Neubau im Überblick

Sanieren oder neu bauen? Im Bezug auf die Energiekosten erweist sich ein Neubau immer als bessere Entscheidung. Du kannst unterschiedliche Module wählen und dich auf eine kurze, überschaubare und termingetreue Fertigstellung deines Eigenheims verlassen. Bei einer energetischen Sanierung von Altbauten ist die Bauphase im Regelfall nicht überschaubar, da es zu Schwierigkeiten während der ausgeführten Gewerke, sowie zu Entdeckungen bisher unbekannter Probleme kommen kann. Erfahrungen besagen, dass die Kosten einer Sanierung für Energieeffizienz meist höher ausfallen, als es vor Beginn der Renovierung veranschlagt wurde. Wer eine Bestandsimmobilie energetisch sanieren möchte, muss mit einer Vielzahl an Einschränkungen und Kompromissen rechnen. Daher lohnt sich diese Option nur, wenn es sich um ein hochpreisiges, beispielsweise ein denkmalgeschütztes und vor allem, um ein von der Bausubstanz her gutes Objekt handelt.

In einem Vergleich von Energieeffizienzhäusern und der Altbausanierung schneidet der Neubau generell besser, kostengünstiger und mit einer kürzeren Bauzeit ab. Willst du schnell in die eigenen vier Wände, ist die Entscheidung für einen Neubau eine gute Wahl. Auch die Fördermöglichkeiten sprechen für sich und sorgen für eine Ersparnis, die sich sehen und in Anspruch nehmen lässt.

Alternativ kannst du auch eine Sanierung von Bestandsimmobilien fördern lassen. Doch hier ist die Bezuschussung durch den Staat nicht so hoch wie beim Effizienzhaus. Wer Planungssicherheit bevorzugt, ist mit einem Neubau immer besser beraten. Die Fertigstellung zum vereinbarten Termin steht außer Frage, da sie vom Anbieter gewährleistet wird. Die Qualitätsmerkmale bei echten Effizienzhäusern sind hochwertig und schließen die Problematiken aus, die bei der Sanierung bestehender Immobilien auftreten können. Unter dem Strich betrachtet, ist ein Neubau in den meisten Fällen günstiger als die Altbausanierung, da es nicht zu unvorhersehbaren Kosten kommt.

Energieeffizient bauen und sanieren / altersgerecht umbauen

Fazit: Wer beim Hausbau energetisch entscheidet, spart auf Dauer Kosten und schont die Umwelt.

Ein Neubau, wie auch die energetische Sanierung von Altbauten setzen Kosten auf deine Agenda. In Kalkulationen zur Effizienz solltest du einbeziehen, wie viel Energie du jährlich sparst. Bei einer Energierenovierung von Altbauten dauert es einige Jahre, bis du die Umbauten und Anschaffungen, beispielsweise der Dämmung und der Heizungsanlage, über die Einsparung von Heizkosten subventioniert hast. Bei einem Neubau, der im Kontext zum Kauf einer Bestandsimmobilie zuzüglich der Sanierungskosten nicht teurer ist, sparst du ab dem ersten Tag. Die Wertstabilität der Immobilie, der umweltschützende Betrieb der Heizung und die budgetschonende Energiebilanz zeichnen den Neubau als optimale Wahl aus.

Beim Hausbau oder Hauskauf denkt niemand an eine Veräußerung der Immobilie. Gänzlich ausgeschlossen werden sollte der Gedanke allerdings nicht. Wird ein Objekt verkauft, ist ein energieeffizienter Neubau immer wertstabiler und somit hochpreisiger zu veräußern.

Bildernachweis:
Titelbild – ElisaRiva / Pixabay.com (CC0 Creative Commons)
Neubau – 13902 / Pixabay.com (CC0 Creative Commons)
Sanierung – HansLinde / Pixabay.com (CC0 Creative Commons)
Voriger Artikel

Macht eine Prüfungsanfechtung Sinn?

Nächster Artikel

Was braucht man für künstliche Nägel?