Äußere Entzündungen richtig behandeln

Unsere Empfehlung für eine schnelle Hilfe:

Umwelteinflüsse, Stress oder schlechte hygienische Bedingungen führen häufig zu äußeren Entzündungen. Auch Kleinigkeiten des täglichen Lebens wie unverträgliche Waschmittel oder Bakterien, die leicht übertragen werden führen oft zu – wenn auch nur kleinen oder harmlosen aber möglicherweise dennoch unangenehmen – Entzündungen.

Damit diese Entzündungen die richtige Behandlung erfahren und sich nicht weiter entzünden sind ein paar kleine Kniffe ausreichend. Werden die Entzündungen jedoch nicht richtig behandelt sondern möglicherweise gereizt oder gar aufgekratzt, können daraus große, nässende Wunden resultieren.

Je nachdem, wie stark eine Entzündung ausgeprägt ist, können Symptome wie Müdigkeit und Kopfschmerzen über Übelkeit und Fieber bis hin zu Schwellungen an den Lymphknoten, Juckreiz und Veränderungen an den Schleimhäuten die Folge sein.

Leichte / schwerwiegende Entzündungen selbst behandeln?

Natürlich muss bei einer kleineren Wunde nicht immer gleich ein Arzt konsultiert werden. Zahlreiche Wirkstoffe können präventiv zur Wundbehandlung eingesetzt werden. Die Wirkstoffe aus Zinkoxid sollen risikomindernd wirken, wenn eine Entzündung am Einstehen ist. Aber auch verschiedene Vitamine wie zum Beispiel Vitamin C und E eignen sich für die Vorbeugung von Entzündungen sowohl im Körper als auch am Körper. Natürliche Wirkstoffe wie Ringelblume, Blutwurz aber auch Kamille sind bekannt für ihre entzündungshemmende Wirkweise.

Bei schwerwiegenderen Entzündungen macht die Hinzuziehung eines Arztes Sinn und ist natürlich auch anzuraten. Im Falle einer hypothetischen Ansteckungsgefahr für Mitmenschen zum Beispiel sollte ein Besuch beim Arzt vereinbart werden. Ebenfalls sollte bei Symptomen wie Schweißausbrüchen, Schüttelfrost, großen Schwellungen oder starken Kopfschmerzen, die mit der Entzündung einher gehen, ein Arzt aufgesucht werden. Schmerzen an Muskeln und Gelenken sowie häufig auftretender, starker Juckreiz sind ebenfalls Gründe einen Doktor in Anspruch zu nehmen.

Vitamine beugen Entzündung vor
Vitamine als Vorbeugung bei Entzündungen

Dont’s bei äußerlichen Entzündungen

Logischerweise hängt die Behandlung einer äußerlichen Entzündung immer vom individuellen Befinden des Patienten ab, jedoch kann es hilfreich und sogar heilungsfördernd sein, nicht bei jeder noch so kleinen Entzündung an sich herum zu doktern. Viele Entzündungen, gerade diejenigen, die bakteriell bedingt sind, können sich unnötig verschlimmern und weiter entzünden, wenn sie nicht fachmännisch behandelt werden und im Gegenteil sogar noch durch äußere Einflüsse wie schmutzige Hände oder unbrauchbare Cremes gereizt werden. Sollte es sich um eine Entzündung auf der Haut handeln, dann sollte bei kleineren Entzündungen wie Pickeln, Mückenstichen aber auch schlimmerer Akne nicht zu viel im Gesicht gemacht werden.

Beachte:
Bei äußeren Entzündungen auf der Haut sollte außerdem auf chemische Mittel im Gesicht verzichtet werden, die die Haut möglicherweise austrocknen können. Hierzu zählen auch Reinigungsmittel, etwa aus der Drogerie oder dem Supermarkt.

Bei äußeren Entzündungen im Bereich der Ohren sollte darauf geachtet werden, dass Ohrstöpsel vermieden werden, die Bakterien übertragen könnten. Zudem sind Wattestäbchen, die in den Gehörgang eingeführt werden, tabu. Denn diese verteilen unter Umständen schädliche Bakterien im ganzen Ohr.

Was gilt es weiter zu beachten?

Leiden etwa Kinder unter Hautentzündungen sollte ebenfalls dringend ein Arzt aufgesucht werden. Denn Kinder und Säuglinge, deren Immunsystem geschwächt ist, können Bakterien nicht ohne Weiteres abwehren. Dazu gehören zum Beispiel Symptome wie eitrige Bläschen im Gesicht oder etwa Krusten auf der Haut.

Sollte Ihnen eine Nagelbettentzündung zu schaffen machen, dann reichen meist antiseptische Cremes oder Lösungen aus der Apotheke aus um diese wieder in den Griff zu bekommen.

Kamille bei Entzündungen verwenden
Kamille als Heilmittel bei Entzündungen

Welche Hausmittel können angewandt werden?

Es kann sich aber lohnen, zunächst Hausmittel für verschiedenste äußerliche Entzündungen zu verwenden und auszuprobieren. Ein absoluter Klassiker ist die Kamille, denn diese kann in vielen verschiedenen Variationen verwendet werden. Kamille kann in Form von Bädern helfen, sie kann aber auch gegurgelt oder als Tee getrunken werden. Kamille wirkt entzündungshemmend und beruhigend.

Bei entzündeter Haut wirken Aloe Vera und Teebaumöl. Einfach die entzündeten Stellen damit einreiben und abheilen lassen. Wer Entzündungen im Sinne einer Akne beklagt, kann auf Zinkcremes setzen. Diese desinfizieren die entzündeten Stellen und beugen zudem weiteren Pickeln und Unreinheiten vor.

Entzündete Mandeln können mit einer Salzwasserlösung desinfiziert werden. Dazu einfach eine Tasse warmes Wasser und einen halben Teelöffel vermengen und gurgeln. Falls sich die Mandeln jedoch nach einer Woche nicht besser anfühlen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Tipp:
Bei schwerwiegenderen, offenen Entzündungen oder Schwellungen können bestimmte Umschläge Abhilfe schaffen. Eine selbst gemixte Tinktur aus Kräutern wie Frauenmantel, Malvenblätter, Wollkraut und Eichenrinde oder eine Mischung aus der Apotheke kann aufgekocht werden und dann verwendet werden. Diese wird dann einfach auf ein Leinentuch gegeben und um betroffene Hautstellen gewickelt. Die Kräfte der Natur tun ihr Übriges und tun der Haut sehr gut.

Ebenfalls ein natürliches Produkt ist Heilerde. Heilerde ist sehr mineralstoffreich und versorgt angegriffene Haut mit wichtigen Nährstoffen. Die Zusammensetzung von Heilerdeprodukten variiert, daher lohnt es sich durchaus, reine Heilerde zu kaufen und diese zum Beispiel mit Kamillentee selbst anzurühren. Heilerde reguliert nicht nur fettige sondern auch Mischhaut und eignet sich für regelmäßige Anwendungen als Masken und Peelings. Sie basiert auf natürlichen Inhaltsstoffen und kann unter anderem entschlackende Wirkung haben. Auch der Heilerde werden entzündungshemmende Wirkstoffe zugesprochen. Sie kann ohne Bedenken auf Entzündungen aufgetragen werden.

Aloe Vera bei Entzündungen verwenden
Aloe Vera hilft auch bei Entzündungen

Fazit

Natürlich steht es prinzipiell jedem offen, wie er mit äußerlichen Entzündungen umgeht. Wichtig ist jedoch, dass er diese rechtzeitig einstufen kann als gefährliche oder ungefährliche Entzündung und dass er dann die richtige Behandlungsmethode wählt. Eine Entzündung im äußeren Bereich ist dann als schwerwiegend einzustufen, wenn sie Eiter zieht oder sehr stark juckt. Auch Begleiterscheinungen können Aufschluss darüber geben, ob die Entzündung tendenziell von einem Fachmann überprüft werden sollten.

Bei Kindern im Säuglings- und Kindesalter empfiehlt sich stets das Aufsuchen eines Arztes, da das Immunsystem noch geschwächt und nicht voll entwickelt ist. Bei kleineren Entzündungen sollte man erst einmal Ruhe bewahren und die Finger aus der Entzündung lassen.

Für Fans von Naturkosmetik bzw. Heilkräutern ist die Verwendung bei entzündeten äußeren Stellen empfehlenswert, denn diese lindern Schmerzen und Juckreiz und wirken Schwellungen entgegen. Doch nicht nur das, Kräuter aus der Natur stärken auch die Haut und deren Abwehrkräfte und können in keinem Fall größeren Schaden anrichten.

Bilder: Pixabay.com/de

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