Haushalt

Energiekosten für Heizung und Heißwasser senken

Der Anteil, den die Kosten für das Heizen und die Heißwasserzubereitung an den gesamten Energiekosten haben, beträgt in etwa 80 Prozent. Folglich lohnt es sich, die Heiz- und Heißwasserkosten möglichst gering zu halten, zumal die Energiekosten in den nächsten Jahren wohl eher explosionsartig steigen als signifikant fallen dürften.

Unsere Empfehlung:

Die Raumtemperatur

Der Zeitraum, in dem geheizt wird, ist verhältnismäßig kurz. Dennoch machen die Kosten für das Heizen der Wohnräume gut 85 Prozent der gesamten Jahresheizkosten aus. Entsprechend dazu kann es sich lohnen, das eigene Heizverhalten zu überdenken und sich im Zweifelsfall auch zu Hause mollig warm anzuziehen, zumal jedes Grad Celsius, um das die Raumtemperatur abnimmt, die Heizkosten um gut fünf bis sechs oder noch mehr Prozent sinken lässt.

Wobei direkt anzumerken ist, dass zu niedrige Temperaturen nicht nur die Wohnqualität merklich mindern, sondern sogar das körperliche wie geistige Leistungsvermögen nachteilig beeinträchtigen können. Ungeachtet dessen würden die Heizkosten im Fall einer Krankheit aufgrund zu niedriger Raumtemperaturen sichtlich in die Höhe schnellen.

Zudem ist anzumerken, dass die Raumtemperatur von jedem anders empfunden werden kann. Da ein und dieselbe Temperatur somit für den einen noch zu kalt und für den anderen schon zu warm sein kann, können demzufolge auch keine allgemeingültigen Temperaturempfehlungen ausgesprochen werden. Allerdings gibt es Richtwerte, die als Orientierungshilfe dienen können.

Wohnqualität verbessern

Die Raumtemperatur wirkt sich auf die Wohnqualität aus

Die einzelnen Räume

Für das Wohnzimmer wird gemeinhin zu einer Raumtemperatur von 20 bis 22 Grad geraten. In der Küche dürften hingegen schon 18 bis 20 Grad völlig ausreichend sein, zumal der Herd und der Backofen für sich während der Essenszubereitung zusätzliche Wärme abgeben. Außerdem ist man in der Küche zumeist aktiver als im Wohnzimmer, weshalb Kälte weniger intensiv empfunden wird und der Körper für sich mehr Wärme produziert.

Im Schlafzimmer darf die Temperatur schon alleine aufgrund der dicken Bettdecke und der Bettmatratze sogar noch deutlich unter 18 Grad liegen. Im Badezimmer sollte die Temperatur zumindest während des Duschens oder Badens nicht unter 23 Grad fallen, zumal Wassertemperatur sonst kälter empfunden würde, als sie es tatsächlich ist. Wobei es gemeinhin völlig ausreichend ist, eine durchgehende Durchschnittstemperatur von etwa 20 Grad zu wahren und die Heizung bloß kurz vor dem Duschen oder Baden etwas hochzustellen.

Entsprechend dazu empfiehlt es sich, dass Familien oder WGs sich zumindest den Winter über auf nah beieinanderliegende Nutzungszeiten für das Badezimmer einigen, sofern das möglich ist. Während sich Experten bei den zuvor genannten Räumlichkeiten in Bezug auf ideale Durchschnittstemperaturen noch einig sind, gehen die Meinungen bei Fluren doch stark auseinander.

So raten die einen schon aufgrund der im Eingangsbereich zumeist getragen Straßenbekleidung zu niedrigeren Temperaturen, wohin gegen die anderen eher wärmere Flurtemperaturen empfehlen, da diese einem Eindringen kalter Luft von außen entgegenwirken würden.

Richtige Raumtemperatur im Schlafzimmer

Im Schlafzimmer sollte die Raumtemperatur am Geringsten sein

Das Heizen

Viele Leute tendieren dazu, Zimmertüren den Winter über offenstehen zu lassen, damit die Wärme sich besser im gesamten Wohnbereich verteilen kann. Das ist aber schon aufgrund der unterschiedlichen Raumtemperaturen, die eingehalten werden sollten, grundfalsch. Davon abgesehen kann die warme Luft in geschlossenen Räumen besser zirkulieren.

Beachte:
In Hinblick auf die Luftzirkulation ist auch gleich anzumerken, dass die Heizkörper nie von Gardienen, Vorhängen oder Möbeln verdeckt sein dürfen. Außerdem empfiehlt es sich, immer einen gewissen Mindestabstand zwischen Möbeln und Wänden zu lassen, damit die Warmluft ungehindert dazwischen durchströmen kann.

Ein weiterer Fehler, den viele machen, ist, die Heizung vor dem Verlassen des Hauses komplett abzustellen oder zumindest zu stark herab zu regeln. Entgegen der gängigen Meinung nehmen die Heizkosten hierdurch nämlich eher zu als ab. Der Grund dafür ist der, dass die Wände und Möbel, die normalerweise als eine Art Wärmespeicher fungieren, zu stark auskühlen, sobald die Raumtemperatur abnimmt.

Wenn das Haus nun aber für mehrere Tage oder sogar Wochen leer steht, sollte die Temperatur aber selbstverständlich dennoch heruntergesetzt werden. Allerdings sollte die Durchschnittstemperatur im Wohnbereich aber dennoch nicht unter 12 bis 13 Grad fallen, zumal die Gefahr von Schimmel sonst zu groß wäre, Wasserleitungen einzufrieren drohten oder kälteempfindliche Zimmerpflanzen schlichtweg eingehen könnten.

In Bezug auf die Nachttemperaturen wäre noch zu erwähnen, dass diese gerne mehrere Grad unter den jeweiligen Tagestemperaturen liegen dürfen. Allerdings sollte die Temperaturen schon aufgrund des zuvor erwähnten Auskühlens der Wände und Möbel auch nicht zu sehr herabgesetzt werden.

Raumtemperatur bei Energiekosten beachten

Achten Sie auf eine optimale Raumtemperatur

Die Heizkörper

Damit Heizkörper ihre volle Heizleistung erbringen können, ohne dabei übermäßig viel Energie zu verbrauchen, ist es wie besagt wichtig, dass sie mit Ausnahme der Wand, an der sie befestigt sind, frei stehen. Folglich sollte zumindest den Herbst und Winter über, auf dekorative Heizkörperblenden respektive Heizkörperverkleidungen oder dergleichen verzichtet werden.

Ferner ist wichtig, dass die Heizkörper durchweg frei von Luft sind, weshalb sie in regelmäßigen Abständen entlüftet werden sollten. Entsprechend dazu sollte selbstverständlich auch der Wasserstand parallel dazu überprüft werden. Die je nach Heizkörper benötigten Ventilschlüssel zum Entlüften sind im Übrigen in jedem gut sortierten Baumarkt zu bekommen. Zudem gibt es dort Wärme reflektierende Folien, Bleche und mittlerweile sogar Tapeten zur Anbringung hinter Heizkörpern, die maßgeblich zum Reduzieren der Heizkosten beitragen sollen.

Heizung nicht verkleiden

Verzichten Sie auf eine Heizkörperverkleidung

Unsere Empfehlung:

Fenster und Türen

Die meiste Wärme geht über die Türen und Fenster verloren. Folglich sollten diese möglichst dicht schließen, weshalb unter Umständen spezielle Gummidichtungen eingezogen werden sollten. Zudem sollten die Übergänge zwischen Rahmen und Wänden überprüft und bei Bedarf mit geeigneter Verdichtungsmasse versiegelt werden.

Tipp:
Außerdem empfehlen sich für Türen zumeist als Türdackel bezeichnete Vorleger, die verhindern, dass kalte Luft, die sich bekanntlich in Bodennähe sammelt, unter den Türen hindurch in angrenzende Räume zieht.

Das Lüften

Im Herbst und Winter ist es aus gleich mehreren Gründen unsagbar wichtig, dass Räume gelüftet werden. Der erste Grund ist der, dass die Raumluft durch das Heizen stark austrocknen kann. Der nächst Grund ist der, dass Wände im Herbst und Winter besonders leicht schimmeln können, wenn die betreffenden Räume nicht regelmäßig gelüftet werden. Besonders gefährdet sind hierbei die Wände in der Küche und Bad sowie die alle jene Wände, die von außen abgekühlt und von innen erwärmt werden.

Folglich sollten Badezimmer und Küchen sofort nach der Nutzung gelüftet werden, damit der beim Duschen, Baden oder Kochen entstandene Wasserdampf direkt abziehen kann.

Selbstverständlich sollten darüber hinaus aber auch alle weiteren Räume mindestens zweimal, besser dreimal am Tag gut durchgelüftet werden. Hierbei empfiehlt sich das sogenannte Stoßlüften, bei dem sämtliche Fenster und Türen für einige Minuten komplett geöffnet werden. Außerdem sollten Rollläden am Abend nach Sonnenuntergang geschlossen und bei Tagesanbruch wieder geöffnet werden.

Kaltes Wasser senkt Energiekosten

Verwenden Sie beim Händewaschen kaltes Wasser um Energiekosten zu senken

Das Heißwasser

Wenngleich weder beim Duschen noch beim Baden oder Händewaschen kochend heißes Wasser verwendet wird, empfiehlt es sich dennoch, dass das Brauchwasser mindestens einmal am Tag auf gut 60 Grad erhitzt wird.

Grund dafür ist, dass diverse Krankheitserreger, wie etwa Legionellen, erst ab dieser Temperatur absterben. An sich sollte diese Wassertemperatur auch für das Spülen oder Putzen völlig ausreichend sein.

Falls nicht, kann einfach etwas Wasser mithilfe eines Wasserkochers aufgekocht werden, welches dann ins Putz- oder Spülwasser gegossen wird. Außerdem lässt sich der Heißwasserverbrauch dadurch gering halten, wenn Hände bewusst mit kaltem Wasser gewaschen werden.

Ein diesbezüglicher Tipp in Hinblick auf Einhandarmaturen ist, diese immer im Kaltwasserbereich zu belassen, damit auch Gäste wie von selbst überwiegend kaltes Wasser verwenden.

Zudem empfiehlt sich der Einsatz spezieller Dusch- und Badewannenarmaturen, die eine punktgenaue Wärmeregulierung erlauben, sodass das Wasser immer schon direkt auf Anhieb die gewünschte Temperatur hat. Außerdem können sogenannte Sparduschköpfe helfen, den Heißwasserverbrauch gering zu halten.

Bilder: Pixabay.com/de

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