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Entgiftung von Pferden auf natürliche Art und Weise

Da durch den Einsatz von Pestiziden und Herbiziden in der Landwirtschaft und der immer weiter voranschreitenden Umweltverschmutzung auch Heu, Gras und Stroh sehr stark belastet sind und der Stoffwechsel des Pferdes dadurch leidet und aus dem Gleichgewicht gebracht wird, ist es von Zeit zu Zeit sinnvoll Ihren Liebling regelrecht zu entgiften und so der tagtäglichen Aufnahme von Umweltgiften entgegenzuwirken. Mit diesem Artikel möchten wir Ihnen Möglichkeiten zur Entgiftung aufzeigen und Sie über das Thema informieren, damit Sie Ihrem Tier im Idealfall das Leben bereits durch eine präventive Fütterung erleichtern.

Wie funktioniert die Entgiftung bei Pferden?

Die Entgiftung bei Pferden ist am effizientesten durch den Einsatz von Montmorillonit erreichbar. Hierbei handelt es sich um ein natürliches Urgestein, das über eine wissenschaftlich nachgewiesene hohe und vor allem selektiv wirkende Bindungsfähigkeit verfügt. Einfach mit dem Pferdefutter gereicht sorgt es während des Verdauungsprozesses im Pferdemagen dafür, dass Schwermetalle, Mykotoxine und weitere Schadstoffe effektiv gebunden und ausgeschieden werden. Besonders erwähnenswert ist hier, dass sogar radioaktiv verstrahlte Stoffe erfasst werden und die wichtigen Spurenelemente und Mineralstoffe unangetastet bleiben. Da die meisten auf dem Markt verfügbaren Zusatzfuttermittel den Ansatz verfolgen dem Tier Mineralien, Vitamine und andere Stoffe über das Pferdefutter zuzuführen, macht es Sinn hier auf Mittel zu setzen, die zu der beschriebenen Ausleitung der Schadstoffe führen.

Wann sollte eine Entgiftung bei Pferden durchgeführt werden?

Während der Durchführung von Diätmaßnahmen, bei stumpfen und glanzlos wirkendem Fell und bei Schuppenbildung ist es sinnvoll, eine aktive Entgiftung durchzuführen. Auch bei übergewichtigen Tieren und einer schlechten Hufqualität, raten Experten zu dieser Maßnahme. Eine präventive Entgiftung Ihres Lieblings sollte genauso wie Wurmkuren und Impfungen zum Pflegestandard gehören und daher regelmäßig durchgeführt werden.

Entgiftung bei Pferden

Entgiftung bei stumpfem Fell / Bild: Pixabay.com/de – Alexas_Fotos

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Vorteile einer Entgiftung bei Pferden

Eine regelmäßige Durchführung, und ein Einsatz im Bereich der präventiven Pferdefütterung bietet sich, mindestens zwei Mal pro Jahr, mit einer jeweils 40-tägigen Kur an, um ein optimales Ergebnis zu erreichen.

Gerade eine Entgiftung bei Pferden im Frühjahr und Herbst ist sinnvoll und bietet folgende Vorteile:
  • Förderung der Gesundheit des Tieres
  • Entlastung der Leber, Niere, Haut und des Darmes
  • die Zuführung von Mineralien kann reduziert werden
  • Unterstützung bei Diätmaßnahmen
  • einfache Verabreichung durch Beimischung im Pferdefutter
  • ergänzende Wirkung bei tierärztlichen Therapien

Gerade Beschwerden wie Hufrehe, Hautpilze und Ekzeme beruhen auf einem Ungleichgewicht des Stoffwechsels und einer Schwäche des Immunsystems. Daher bietet sich hier eine Entgiftung als Präventivmaßnahme, die auf vielen Ebenen gleichzeitig wirkt, hervorragend an.

Verabreichungsmenge

Bei einem durchschnittlichen Gewicht von 500-600kg, sollte Ihr Pferd ca. 200 Gramm täglich zugefüttert bekommen. Bei alten Pferden und auch bei chronischen Beschwerden ist es auch möglich, das Zusatzfuttermittel dauerhaft zuzuführen. Hierbei sollte die tägliche Dosis aber halbiert werden.

Entgiftung bei Pferden

Globulis können ebenfalls eingesetzt werden / Bild: Pixabay.com/de – the3cats

Weitere Möglichkeiten für eine Entgiftung bei Pferden

Neben der Entgiftung durch Montmorillonit gibt es auch noch die Folgenden weiteren Möglichkeiten um einen Erfolg zu verstärken:

  • Massagen: Gerade bei Schwierigkeiten bei der Entgiftung bieten sich physiotherapeutische Massagen Ihres Pferdes an um die Darmtätigkeiten und Entgiftungsvorgänge zu unterstützen.
  • Kräuter: Eine Ausleitung und Entschlackung Ihres Pferdes kann auch durch eine Beimischung von Kräutern und Blättern erreicht werden. Im Idealfall bietet sich hier eine Kombination aus Brennnesseln, Goldrute, Löwenzahn, Klebkraut und Birkenblättern an. Gerne kann dies auch noch um Ackerschachtelhalm, Walnussblätter, Klettenwurzel und Marien-Distelsamen ergänzt werden.
  • Blutegel: Auch wenn diese nützlichen Tiere sehr oft ein gewisses Ekelgefühl auslösen können, ist es sinnvoll auf eine Blutegel-Therapie für Ihr Pferd zurückzugreifen, um die Entschlackungserfolge zu verstärken. Sie bieten zwar keine direkte Wirkung auf die Ausscheidungsvorgänge können aber durch Ihren Speichel entzündungshemmend wirken und sind daher gerade bei durch eine fehlende Entgiftung ausgelöste Krankheiten wie beispielsweise Hufrehe unterstützend einzusetzen.
  • Globuli: Auch der Einsatz von homöopathischen Mitteln, kann eine Entschlackungs- und Reinigungswirkung verstärken. Sie werden einfach über das Pferdefutter verabreicht.
  • Akkupunktur: Gerade eine Akkupunktur im Bereich des Leber- und Magen-Meridian kann bei Pferden einen außergewöhnlichen Effekt auf den Reinigungsprozess haben.

Egal, für welche Entgiftungsmöglichkeit Sie sich letztendlich entscheiden, es ist wichtig, die Maßnahmen auf das jeweilige Pferd und Problembild abzustimmen. Auch das Alter des Tieres sollte hier eine Berücksichtigung finden. Im Normalfall werden die besten und effektivsten Ergebnisse durch einen Mix der unterschiedlichsten Varianten erzielt. Auch eine Konsultierung des Tierarztes ist oft ratsam.

Fazit
Tierheilpraktiker und Ärzte sind sich darüber einig, das eine regelmäßige Entgiftung bei Pferden notwendig ist, um eine lange Gesundheit der Tiere zu gewährleisten. Grund hierfür ist, dass auch gesund und munter wirkende Tiere durch die tagtägliche Schadstoffaufnahme ab einem gewissen Alter darauf angewiesen sind, eine regelrechte Grundsanierung zu durchlaufen. Bei Kranken und übergewichtigen Tieren sollte dies auch schon in jüngeren Jahren durchgeführt werden.

Titelbild: Pixabay.com/de – Sponchia

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