Holunderblütentee selber machen

Holunderblüten werden schon seit langer Zeit gesammelt und getrocknet für Tee verwendet. Holunderblütentee hilft bei Erkältungen und stärkt gleichzeitig die Abwehrkräfte. Wertvolle Inhaltsstoffe wie Gerbstoffe, Flavonoide uns ätherische Öle machen den Tee aus Holunderblüten so wirksam. Der Tee wirkt schweißtreibend und lässt sich zudem sehr gut inhalieren.

Das Sammeln der Holunderblüten

In Europa wächst der Holunderstrauch fast überall, selbst in heimischen Gärten ist er zu Hause und kann bis sieben Meter hoch werden. Das Frühjahr von Mai bis Juli ist die beste Zeit, um die Blüten vom Holunder zu sammeln. Allerdings sollten Holunderbüsche, die an stark befahrenen Straßen stehen oder gespritzt sind, nicht zum Sammeln der Blüten verwenden. Die Schadstoffbelastung wäre hier deutlich zu hoch. Mit einer Schere werden die voll erblühten Dolden abgeschnitten und in einem offenen Gefäß transportiert. Für den Transport eignet sich ein Korb oder auch eine Schüssel, die Dolden dürfen auf keinen Fall gedrückt werden, da sie sehr empfindlich sind. Sie sollten nach dem Schneiden schnellstens verarbeitet werden, um daraus später Holunderblütentee herstellen zu können.

Holunderblütentee selbst gemacht
Die Blüten beim Tranpsort nicht zerdrücken / Bild: Pixabay.com/de – andyballard

Holunderblüten für den Holunderblütentee trocknen

Die Dolden werden vor dem Trocknen geschüttelt, um kleine Tierchen, die sich darin befinden, zu entfernen. Anschließend werden Holunderblüten auf Papier ausgebreitet und an einem schattigen trockenem Platz oder dem Backofen bei 30 Grad getrocknet. Nach dem Trocknen werden die Blüten von den Stielen entfernt und diese werden erneut getrocknet. In den Blüten verbleibt oft Restfeuchtigkeit, diese hätte zur Folge, dass die Blüten während der Aufbewahrung schimmeln können.

Bei einer hohen Luftfeuchtigkeit ist es sinnvoll, die Blüten im Backofen bei 30 Grad zu trocknen. Dafür müssen die Blüten ausgebreitet werden. Hier eignet sich ein Backblech, welches mit unbedrucktem Papier, Küchenrolle beispielsweise, ausgelegt wird. Ab und an werden die Blüten während der Trocknung gewendet. Holunderblüten müssen schnell getrocknet werden, das heißt, sie müssen schnellstens verarbeitet werden, da sie sehr empfindlich sind. Die Dolden können auch zusammengebunden und an einer Leine getrocknet werden. Auch hier wird ein schattiger und trockener Platz bevorzugt. Die Blüten sind getrocknet, wenn sie fast von allein von den Stielen abfallen. Anschließend werden die getrockneten Holunderblüten in einem dunklen und gut verschließbarem Glas aufbewahrt, um später Holunderblütentee daraus zu machen. Dunkles Glas sorgt dafür, dass die Blüten vor Licht geschützt werden.

Ein gut verschließbares Glas ist wichtig, um die ätherischen Öle zu erhalten, denn diese geben dem Holunderblütentee seinen besonderen Geschmack.

Die Zubereitung vom Holunderblütentee

Für eine Tasse Holunderblütentee werden etwa zwei bis drei Teelöffel getrocknete Blüten benötigt. Diese werden in ein Tee-Sieb, ein Teefilter oder in ein Tee-Ei gegeben. Diese Menge an Blüten ist ausreichend für eine Tasse Holunderblütentee. Die Blüten werden mit dem Wasser übergossen, welches nicht mehr kochen sollte. Anschließend muss der Tee fünf bis zehn Minuten ziehen und kann gesüßt oder pur getrunken werden.

Bei einem grippalen Infekt können zwei bis drei Tassen Tee helfen, dass dieser schnell wieder abklingt. Die Naturheilkraft der Holunderblüten kann mit seinen Inhaltsstoffen, die auch in den Beeren enthalten sind, auf natürliche Weise heilen. Neben Flavonoiden enthalten Holunderblüten auch organische Säuren, ätherische Öle, Gerb- und Schleimstoffe sowie Kaliumsalz. Der Holunderblütentee gilt als Hausmittel zur Stärkung des Immunsystems, als Mittel bei Husten und Erkältung, da es auch schweißtreibend wirkt. Gleichzeitig wird mit Holunderblütentee die Bronchialsekretion gesteigert. Der Tee aus Holunderblüten gilt als effektives Naturheilmittel bei Verdauungsproblemen und der Stärkung und Stabilisierung vom Kreislauf. Wird der Tee in größeren Mengen zu sich genommen, kann eine leicht abführende Wirkung auftreten. Der selbst hergestellte Tee aus Holunderblüten kann mit Zitrone, Honig oder Orangen-Scheiben geschmacklich verfeinert werden.

Holunderblütentee bei Krankheit
Hilft bei zahlreichen Krankheiten und Beschwerden / Bild: Pixabay.com/de – topzcom

Holunderblüten, auch weiße Apotheke genannt

Schon unsere Großeltern profitierten zwei Mal im Jahr vom Holunderbusch, im Frühjahr wurden die Holunderblüten geerntet, im Herbst die Holunderbeeren. Im Frühjahr leuchten schon von Weitem die weißen Blüten vom Holunderbaum, deshalb werden sie auch weiße Naturarznei genannt. Das ideale Mittel gegen Sommergrippe kann auch bei Kreislaufbeschwerden helfen und kann den Stoffwechsel anregen. Der Holunderblütentee wirkt blutreinigend und hilft bei Verdauungsproblemen. Blähungen und Magenkrämpfe werden gelindert und die Nierentätigkeit wird angeregt.

Ein Schluck warmer Tee aus Holunderblüten im Mund kann Zahnschmerzen lindern. Bei unreiner Haut hilft ein Dampfbad mit Holunderblütentee um das Hautbild zu verbessern. Ein Fußbad mit Holunderblüten hilft bei geschwollenen und schweren Beinen, das Fußbad sollte etwa 15 Minuten genossen werden. Danach tritt in der Regel Erleichterung ein. Holunderblütentee kann für viele Beschwerden eingesetzt werden, um diese zu lindern oder zu beseitigen. Im Frühjahr schon für den Winter vorsorgen, wenn die Dolden vom Holunderbusch gepflückt werden. Werden die Blüten perfekt getrocknet, lässt sich lange Holunderblütentee daraus herstellen.

Titelbild: Pixabay.com/de – MoNyKa

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