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Hose zu lang? Hose selber kürzen!

Sicher kennt ihr das Problem: Ihr habt gerade eine Hose im Schrank gefunden, die ihr gerne anziehen möchtet, aber leider ist sie euch viel zu lang. Vielleicht habt ihr die Hose auch geschenkt bekommen, oder aber es handelte sich um einen Fehlkauf. Wie dem auch sei, ihr habt eine Hose, die zu lang ist, um sie zu tragen. Was kann man nun also tun? Sicher kann man die Hose umtauschen, verkaufen, ändern lassen, oder einfach wegwerfen, doch es gibt auch noch eine andere Möglichkeit: Die Hose selbst kürzen… du selbst kannst das schnell und einfach tun. Dieser Ratgeber erklärt dir wie.

Was brauche ich?

Als erstes steht einmal die Frage ins Haus, was brauche ich eigentlich, um eine Hose selbst zu kürzen. Die Antwort ist: Nicht viel! Außer einem bisschen Geschick braucht man eigentlich nur noch eine kleine Nähmaschiene. Wenn man diese nicht besitzt, kann man diese günstig kaufen. Gerade wenn man öfter Hosen kürzen muss, kann sich die Anschaffung schnell rentieren.

Nun schreiten wir zur Tat. Als erstes muss man die richtige Hosenlänge ermitten, damit man weiß, wieviel es zu kürzen gibt. Das ist leichter als es klingt, denn eine einfache Regel besagt, dass die untere Kante des Hosensaums etwa einen halben bis einen Zentimeter oberhalb des Absatzes enden sollte. Hier zieht ihr euch also die Hose am Besten einfach einmal an. Nun achtet ihr darauf, dass die Hose gut sitzt – besondern in der Hüfte und im Schritt. Dazu tragt ihr Schuhe, die ihr auch sonst üblicherweise tragt, also nichts besonderes oder ohne Schuhe! Nun müsst ihr die Hose einschlagen und mit Stecknadeln die richtige Länge markieren. Das war es schon. Die Hose ist nun für das Kürzen vorbereitet.

Wie kürze ich eine Hose? Vorübergehend oder Dauerhaft?

Erst einmal muss man hier wissen, dass es zwei Möglichkeiten gibt, eine Hose zu kürzen. Die eine Möglichkeit ist die Hose einfach und schlicht dauerhaft zu kürzen. Wie der Name schon sagt, kann man diese Kürzung nicht Rückgängig machen. Ihr müsst Euch also sicher sein, dass ihr die Kürzung möchte und das alles richtig ist.

Darüber hinaus gibt es auch noch die Möglichkeit, die Hose so zu kürzen, dass man es später Rückgängig machen kann. Dies ist besonders günstig, wenn ihr euch nicht ganz sicher seid, oder wenn ihr euch die Hose vielleicht nur geliehen habt. Auch bei Kinderhosen, ist die vorübergehende Kürzung zu empfehlen, den Kinder wachsen oftmals ja noch in die Hose hinein. Wir wollen uns beide Möglichkeiten einmal anschauen.

Maßband

Benutze unbedingt ein Maßband! / Bild: Pixabay.com/de

Dauerhaft eine Hose kürzen

Um die Hose dauerhaft zu kürzen, muss man diese zu erst einmal vorsichtig auf links ziehen. Jetzt muss man die Hosenbeine nach dem Maß, dass vorher abgesteckt wurde umschlagen. Hierfür ist es dringend zu empfehlen, ein Maßband zu benutzen, denn so könnt ihr hundertprozentig sicher stellen, dass die beiden Hosenbeine gleich lang abgesteckt worden sind.

Jetzt muss man mit Stecknadeln, etwa ein Zentimeter oberhalb der Kante des unteren Saums, eine Linie abstecken. Die Nähmaschine wird nun so eingestellt, dass sie einen geraden Stich näht und anschließend mit dem passenden Nähgarn bestückt. Jetzt kann es dann losgehen. Mit der Nähmaschine müsst ihr nun entlang der Stecknadelmarkierung eine Naht setzen. Danach müsst ihr noch einmal etwa einen Zentimeter oberhalb der genähten Naht, um das Bein der Hose herumnähen. Je nachdem wie viel die Hose gekürzt werden musste, muss jetzt noch der Stoff, der oberhalb der zweiten Naht überschüssig ist, abgeschnitten werden. Die Kante vernäht man dann ab besten sauber im Zick-Zack Stich. Das war es auch schon. Mehr gibt es nicht zu tun. Ihr habt eure Hose selbst und ohne Schneider gekürzt.

Nähen

Eine saubere Zickzack-Naht (Bildmitte) ist am Besten geeignet beim Kürzen von Hosen /Bild: Pixabay.com/de

Eine Hose so kürzen, dass man es Rückgängig machen kann

Wie eben schon besprochen, kann es Sinn machen, dass man sich die Möglichkeit offen hält, eine Hosenkürzung wieder Rückgängig zu machen. Habt ihr euch für diese Variante entschieden, geht ihr wie folgt vor: Auch hier wird die Hose wieder mit Stecknadeln auf die entsprechende Länge abgesteckt.

Jetzt kommt allerdings der entscheidende Unterschied:
Anders als bei der dauerhaften Kürzung, wird nun ausschließlich an den beiden Nähten an der Seite der Hosenbeine eine Naht gesetzt. Diese darf nur sehr kurz sein. Ist der Stoff sehr weich, oder ist viel zu kürzen, dann setzt ihr am Umschlag vorne und hinten noch per Hand, eine Naht von wenigen Stichen, um den umgeschlagenen Stoff zu fixieren und um zu verhindern, dass dieser nach außen klappt. Dies ist wichtig, denn anders als bei der dauerhaften Kürzung, können wir den überstehenden Stoff ja nicht abschneiden!

Möchtet ihr die Hose nun später wieder auf ihre ursprüngliche Länge bringen, so müsst ihr nur die gesetzten Nähte mit einem Nahttrenner oder einem spitzen Messer auftrennen und schon hat die Hose ihre alte Länge wieder.

Ein Hinweis zum Kürzen von Jeans

Möchtet ihr eine Jeanshose kürzen, gibt es einen besonderen Trick, um die spezielle Abschlusskante des Saumes der Hose zu erhalten. Hier schlagt ihr beim Kürzen der Hose nicht den überschüssigen Stoff, wie sonst, nach innen, sondern bildet mit dem überstehenden Stoff eine Schlaufe innen im Hosenbein, der auf links gezogenen Hose. Jetzt setzt ihr eine Nadelmarkierung direkt auf die alte Naht des Saumes und setzt entlang dieser eure neue Naht. Die übriggebliebene Stoffschlaufe schneidet ihr nun einfach ab und verschönert sie mit einem Zick-Zack Stich, oder vernäht sie, wenn ihr die Hose später vielleicht wieder verlängern möchtet, an den Nähten an der Seite mit einigen Stichen per Hand. So bleiben Saum und Kanten der gekürzten Jeans perfekt erhalten.

Fazit:
Das Kürzen einer Hose ist einfach und unkompliziert. Ihr könnt das selbst, ohne viele Hilfsmittel relativ schnell und einfach von zu Hause machen. So kann man manche Hose vielleicht doch noch einmal tragen und erspart sich die Kosten einer Änderung beim Schneider.

Viel Spaß dabei!

Bild-Urheberrecht: / 123RF Stockfoto

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