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Japan Gärten – So legen sie einen japanischen Garten an

Japanische Gärten strahlen Ruhe und Entspannung aus. Irgendwie wirken sie zudem mystisch und geheimnisvoll. In Japan Gärten spiegelt sich die Geschichte von Jahrtausenden wieder. Wer ein solches Kunstwerk der Gartengestaltung im eigenen Garten verwirklichen möchte, indem er einen professionellen Zen-Garten anlegt, sollte sich zunächst gewisse Kenntnisse aneignen.

Herkunft der Japan Gärten

Japan Gärten sollten nach den Regeln des Zen, Taoismus oder des Ying/Yang-Prinzips eingerichtet werden. Diese Gartenbauweise tauchte erstmals im Jahr Null auf. Die Koreaner haben diese Gartenkultur entwickelt und brachten die ersten eindrucksvollen Ideen nach Japan. Pflanzen, in einer traditionellen Anordnung zu pflanzen, wurde um 612 nach Christus vom Koreaner Shikomaro eindrucksvoll vollzogen. Ab dem 17. Jahrhundert erfreuten sich Japan Gärten auch außerhalb Asiens großer Beliebtheit. Heute finden sich Japan Pflanzen in vielen Parkanlagen, auf Privatgrundstücken und natürlich vor Tempeln in aller Welt.

Gegensätze in der grünen Oase – das Ying und das Yang

Japan Gärten müssen bis ins kleinste Detail geplant werden, da sich Posie, Kultur, Perspektivenwechsel, Stilarten und Philosophie in einer perfekten Harmonie verbinden sollen. Insbesondere die Philosophie von Ying und Yang findet sich in der Anordnung der Japan Pflanzen und Gartenaccessoires wieder. Das Grundprinzip in Japan Gärten liegt in der Gegenüberstellung von Gegensätzen und der Betonung von Gemeinsamkeiten. Im japanischen Garten sollten daher Licht und Schatten, hoch und tief, glatt und rauh, trocken und feucht, rund und eckig sowie Hügel und Flächen sich zu einem harmonischen Ganzen zusammenfügen.

Japan Gärten

Kare-san-sui-Stil / Bild: Pixabay.com/de – skeeze

Wichtige Stilelement in Japan Gärten

Natürlich gehören in die Japan Gärten typische Japan Pflanzen. Ein Teich, der das Meer symbolisiert, gehört ebenfalls zum Standard. Ansonsten kann zwischen verschiedenen Stilen wie dem “Kare-san-sui-Stil“, der sehr puristisch ausfällt und meist aus Kiesflächen und wenigen kleineren Japan Pflanzen gebildet wird, oder dem “Tsukiyama-Stil“, der zahlreiche Elemente in einer kleinen Miniaturlandschaft aus Japan Pflanzen vereint.

Theoretische Planung und Einkauf der Japan Pflanzen

Vor dem eigentlichen Anlegen eines japanischen Gartens müssen einige Überlegungen angestellt werden. So steht zunächst die Entscheidung an, welche Fläche im Garten im japanischen Stil angelegt werden soll. Ein Entwurf auf Papier erleichtert die Gartengestaltung. Erst wenn der japanische Garten in der Theorie steht, kann die Einkaufsliste erstellt werden.

Unbedingt benötigt werden:
  • Schaufel, Spaten und Schubkarre
  • Rechen in unterschiedlicher Ausführung
  • dichtes Unkraut-Vlies als Unterlage
  • Kies und Substrate
  • Teichfolie und -becken
  • passende Pflanzen

Passende Pflanzen für die Japan Gärten – Exoten oder heimische Gewächse

Japan Gärten können nicht jede Art von Pflanze beherbergen. Dabei sind unter anderem die klimatischen Bedingungen ausschlaggebend. Pflanzen aus japanischen Gärten im Herkunftsland wachsen allerdings meist auch bei uns ohne Probleme. Japanische Gräser, japanische Kirschbäume, Japan-Golgras, Bambus oder Japan-Segge sind nur einige Beispiele für Pflanzen, die in Japan Gärten kultiviert werden können. Allerdings gehen diese Exoten ziemlich ins Geld, so dass viele Japan Gärten mit einheimischen Pflanzen bestückt werden. Fächerahorn, Rhododendren und Koniferen werden häufig als Bonsai kultiviert und für Japan Gärten gezogen.

In einem japanischen Garte sehen auch Lilien und Magnolien sehr gut aus. Moos, Iris und Kamelie können in unseren Breiten ebenfalls hervorragend in Japan Gärten gedeihen. Der eigene Geschmack spielt bei der Auswahl natürlich eine wichtige Rolle, doch sollten Japan Gärten klassischerweise in Rot- und Grüntönen mit weißen Akzenten gehalten sein.

Das Anlegen von Japan Gärten – die Praxis

Die Grundlage der Japan Gärten, ist durchweg im Kies zu sehen. Dieser sollte allerdings nicht zu fein sein und in einer Schicht von 20 cm Dicke ausgebracht werden. Zunächst sollten jedoch alle Elemente wie Kiesbetten, Wege, Bachlauf und Teichfläche markiert werden. Dann werden die Kiesbetten entsprechend ausgegraben. Nachdem ein Unkrautvlies ausgelegt wurde, wird der Kies darauf gleichmäßig verteilt. Danach können die Pflanzen an den gewünschten Standorten eingepflanzt und angegossen werden. Auf runden Kiesflächen wirken besonders kleine Bäume sehr anmutig. Der klassische Teich in Japan Gärten kann auf einfache Art mit einem fertigen Kunststoffbecken realisiert werden.

Zum Schluss müssen noch Wege und Pfade angelegt und entsprechend dekoriert werden. Diese werden meist ebenfalls aus Kies angelegt und mit Steinen als Abgrenzungen realisiert. Doch auch Steinplatten können als Wege ausgelegt werden. Beton oder Asphalt sind in Japan Gärten allerdings völlig fehl am Platze. Diverse Details wie Findlinge, Steine, Regentonnen in Steinoptik oder steinerne Deko-Elemente runden das Gesamtbild ab. Ob Figuren, Laternen, Pavillon, Felslandschaft oder Bachlauf – der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Allerdings sollte auf Klasse und nicht auf Masse gesetzt werden.

Japanischen Garten anlegen

Ein japanischer Garten benötigt genügend Pflege / Bild: Pixabay.com/de – setlib

Pflege der Japan Gärten – wenn das Kunstwerk vollendet ist

Japan Gärten sind wohl die pflegeintensivsten Gärten, die es gibt. Denn nur wenn wirklich alles akkurat, sauber und rein ist, zeigt ein japanischer Garten seine volle Schönheit. Um ein edles Erscheinungsbild beizubehalten, muss ein Gärtner genügend Zeit einplanen. Die Kieswege müssen nämlich regelmäßig geharkt werden, Pflanzen müssen in Form geschnitten werden und das mindestens zweimal im Jahr. Gerade Bonsais dürfen nämlich nicht auswachsen oder zu groß werden. Wildwuchs ist in einem japanischen Garten ein absolutes No-Go. Daher muss auch Verwelktes oder Verblühtes rigoros beseitigt werden.

Und auch der Teich im japanischen Garten braucht eine intensive Pflege. Da müssen Laub und Algen entfernt werden, im Winter wird ein Schutz benötigt und Vereisen sollte der Teich insbesondere, wenn er mit Fischen besetzt ist, auf keinen Fall. Der Stil des japanischen Gartens bleibt auch nur gewahrt, wenn der Bachlauf glasklares Wasser führt. Die Wirkung der fernöstlichen Oase erfordert also eine ganze Menge Aufwand. Diese Mühe sorgt allerdings gerade für die totale Entspannung, die ein japanischer Garten ausstrahlt.

Titelbild: Pixabay.com/de – deborahdanielsmail

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