Haus & Garten

Japanischer Ahorn: pflanzen & pflegen

Der Japanische Ahorn ist nicht zuletzt wegen seiner traumhaften Färbung im Herbst auch hierzulande sehr beliebt. Mit der richtigen Pflanzung, Schnitt und Pflege gedeiht der Baum auch im europäischen Klima.

Bepflanzung, Schnitt, Pflege für Japanische Ahorne

Wenn japanischer Ahorn richtig gepflanzt wird, wächst er doppelt so schnell und lebt mindestens doppelt so lange wie ein falsch gepflanzter Baum. Unzureichende Bodenbearbeitung und unsachgemäße Bepflanzung sind zwei häufige Ursachen, wenn der Baum nicht richtig gedeiht.

Grundlegende Tipps zur Pflanzung

  • Pflanzen bis zur Aussaat feucht und im Schatten halten.
  • Die Vorbereitung des Bodens mit organischen Stoffen ist wichtig, besonders wenn der Boden aus schwerem Ton besteht.
  • Nach dem Pflanzen direkt Mulchen reduziert den Bedarf an häufigem Gießen und bieten den flachen Wurzeln Schutz.
  • Beschneiden von neu gepflanzten Bäumen auf ein Minimum beschränken.
  • Neu gepflanzte Bäume erst in der zweiten Vegetationsperiode düngen.
  • Morgensonne und Nachmittagsschatten spenden.
  • Regelmäßig gießen, bis der Ahorn angewachsen ist.

Bild Ahornbäume

Wann pflanzen

Es gibt ein altes Sprichwort, das besagt: “Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist gestern”. Wenn das nicht geschehen ist, dann ist heute der beste Tag, einen Baum zu pflanzen! Wer im Herbst pflanzt, nutzt das neue Wurzelwachstum, das während der Ruhezeit auftritt. Im Gegensatz zu den Spitzen des Ahorns, die im Winter ruhen und nicht mehr wachsen, wachsen die Wurzeln des Ahorns im Herbst und in den frühen Wintermonaten weiter, wenn die Temperaturen nicht unter dem Gefrierpunkt liegen. Durch die Herbstpflanzung können die im Sommer produzierten Kohlenhydrate auch auf das Wurzelwachstum ausgerichtet werden, da die Nachfrage von oben gering ist.

Wo pflanzen

Die Platzierung des Baumes kann den Unterschied zwischen einem attraktiven, üppig wachsenden Ahorn und einem mühsam kämpfenden Ahorn ausmachen. Japanischer Ahorn sollte in Bezug auf die Sonneneinstrahlung, die Windbelastung und die Platzbedürfnisse gepflanzt werden. Junge Bäume müssen vor Witterungseinflüssen geschützt werden, bis sie Wurzeln geschlagen haben.

Japanischer Ahorn mag die Morgensonne und den Nachmittagsschatten. Wind und heiße Sonnestrahlen können einen kleinen Baum im Handumdrehen auslöschen, unabhängig von der Sorte. Der Ahorn zeigt durch Verbrennung an den Blattspitzen Anzeichen von Stress. Japanischer Ahorn hat eine dünne Rinde und kann in den ersten ein bis zwei Jahren nach der Verpflanzung in der Sonne verbrüht werden. Diese Verletzung kann das Wachstum der Bäume erheblich zurückwerfen. In der Natur wächst der Baum vor der Mittagssonne geschützt und wurde erst durch Gärtner in die offene Landschaft gedrängt.

Bild Erde auflockern

Bodenbearbeitung und Bepflanzung

Ahorn gedeiht nicht auf lehmigen, schweren oder schlecht entwässerten Böden. Diese Böden können zu Wurzelfäule und Krankheiten führen. Außerdem atmen die Pflanzen durch ihre Wurzeln und diese Bodentypen sind nicht für das Wachstum geeignet, da sie zu wenig Sauerstoff für ein gutes Wurzelwachstum enthalten.

Schlecht entwässerte Böden sind eine der Hauptursachen für japanischer Ahorn Probleme im Garten. Es empfiehlt sich, etwa 10-20 Prozent organische Substanz in den Boden einzuarbeiten, um die Entwässerung und Belüftung zu unterstützen. Hierzu sollten nur gut komponierte Mulche verwendet werden. Eine Alternative ist ein hochwertiger Beutel Blumenerde. Feine organische Stoffe wie Sand oder Torf hingegen sind zu vermeiden.

TIPP: Kompostierte Materialien versorgen den Boden sofort mit organischem Dünger und helfen bei der Belüftung.
Wenn nicht kompostierte Materialien als Bodenzusatz verwendet werden, sinkt der pH-Wert des Bodens oft dramatisch unter den für japanischer Ahorn wünschenswerten Bereich.

In gut entwässertem Boden sollte das Pflanzloch nie tiefer als die Höhe des Wurzelballens gegraben werden. Für japanischer Ahorn sollte das Pflanzloch mindestens zweimal und vorzugsweise fünfmal breiter als der Wurzelballen sein. Die Wurzeln wachsen schneller in den gelockerten Boden ein und beschleunigen so die Aufbauzeit des Baumes.

Japanischer Ahorn kann auch in Behältern gepflanzt werden. Wenn jedoch zu viel Boden um den Wurzelballen herum liegt, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass der Boden zu stark mit Wasser gesättigt wird. Dies kann zu Wurzelfäule führen.

Wenn japanischer Ahorn größer wird, ist das Pflanzen in Weinfässern oder anderen großen Behältern eine gute Möglichkeit, den Baum den Ahorn als Akzent auf der Terrasse, Veranda oder im Garten zu verwenden.

Nach zwei bis drei Jahren in einem Container profitiert japanischer Ahorn vom Wurzelschnitt und etwas frischem Boden. Die äußere Wurzelschicht kann mit einer Säge oder einem scharfen Messer abgeschnitten werden. Diese langen, verwickelten Wurzeln am Topfrand sind für das Wachstum der Pflanze nicht notwendig. Nur die Wurzelspitzen nehmen Wasser und Nährstoffe auf. Es besteht keine Notwendigkeit, die Mitte des Wurzelballens zu bearbeiten.

Mulchen

Japanischer Ahorn mag das Mulchen. Mulch schützt die Wurzeln vor der Hitze im Sommer, die Kälte im Winter und reduziert die Bewässerungshäufigkeit. Loser Mulch, wie zum Beispiel Holzspäne oder Kiefernnadeln können in einer Tiefe von 10 bis 15 Zentimetern auf die bepflanzte Fläche aufgetragen werden. Hierbei ist darauf zu achten, den Mulch einige Zentimeter vom Stamm des Baumes entfernt zu halten. Auch japanischer Ahorn in Containern kann gemulcht werden.

Düngen

Jeder Gartenbesitzer wünscht sein einen größeren Baum, am besten jetzt sofort. Dabei ist es sehr einfach, zu viel Dünger zu verwenden, wenn man versucht, den Baum zu schnell wachsen zu lassen. Japanischer Ahorn wird dadurch beschädigt. Wie die meisten Ahorne benötigt er keinen Dünger für ein gesundes Wachstum. Wenn japanischer Ahorn mit Dünger gedüngt wird, führt dies oft zu Krankheiten und zum Absterben in den Stämmen. Sobald der Ahorn ein starkes Wurzelsystem aufgebaut hat, beginnt er mit dem Wachstum. Das kann manchmal ein bis zwei Jahre dauern.

Bild Knospen

Beschneiden

Herbst und Winter sind eine übliche Zeit, um die meisten Laubbäume und Sträucher zu beschneiden und zu formen. Japanischer Ahorn ist eine Ausnahme.

ACHTUNG: Wenn japanischer Ahorn im späten Winter oder frühen Frühjahr geschnitten wird, können die Bäume bluten.
Bei starkem Saftfluss sollte der Schnitt bis zum Stillstand verzögert werden oder bis zum Hochsommer gewartet werden. Dieser Saftfluss kann zum Eindringen von Krankheiten und zur Schwächung des Baumes führen. Die beste Zeit zum Beschneiden von Ahorn liegt zwischen Mitte Juli und August. Japanischer Ahorn sollte nicht geschnitten werden, wenn die Knospen während der Blattausdehnung brechen. Beim Beschneiden im Spätherbst hat die Wunde nicht genug Zeit, um vor dem winterlichen Frost zu verheilen. Japanischer Ahorn sollte alle drei Jahre gründlich beschnitten werden, kleinere Korrekturen können jährlich vorgenommen werden.

Neu gepflanzter japanischer Ahorn darf nur minimal beschnitten werden. Das Entfernen von zu viel Material beeinflusst die Produktion von Kohlenhydraten und kann zu einer schlechten Wurzelbildung führen. Nach dem Anpflanzen sind gebrochene Äste und Äste mit schwachen oder schmalen Schrittflächen herauszuschneiden. Japanischer Ahorn bildet einen stärkeren Stamm, wenn die unteren Zweige einige Jahre lang nicht beschnitten werden.

Bildernachweis:
Titelbild – Ahornbaum Urheber: CC0 Public Domain-Pixabay.com
Ahornbäume Urheber: CC0 Public Domain-Pixabay.com
Knospen Urheber: CC0 Public Domain-Pixabay.com

Voriger Artikel

Wo liegen die Vor- und Nachteil der DSL, LTE oder Kabel Internetzugänge?

Nächster Artikel

Kräutergarten anlegen und pflegen