Gesundheit

Kalte Füße mit Hausmitteln behandeln

Besonders Frauen klagen nicht selten über die Eisklumpen an ihren Beinen. Die ausgekühlten Füße sind nicht nur unangenehm, sondern schmerzen regelhaft. Dabei kommt es nicht nur im Winter zu diesem Problem. Gerade in Partnerschaften leiden die Männer jedoch mit, wenn allabendlich die Füße zum Aufwärmen unter der Decke näher kommen. Doch gibt es ein paar Tricks, die helfen, das Problem auf Dauer zu lösen.

Für die schnelle Hilfe:

Wieso sind die Füße kalt?

Treten kalte Füße chronisch auch in der warmen Jahreszeit auf, sollte zur Sicherheit ein Arzt aufgesucht werden. Gründe können neben Stress, Bewegungs-, Mineralstoff- und Flüssigkeitsmangel auch hormonelle Störungen, Diabetes, Arterienverkalkung, niedriger Blutdruck und Schilddrüsenerkrankungen sein. Jedoch treten solche gefährlichen und ärztlich behandlungswerten Störungen nur selten auf.

Auffällig ist der Dimorphismus zwischen Männern und Frauen. So klagen rund 80% der Frauen über das Problem, wohingegen Männer selten betroffen sind. Der Grund liegt in der unterschiedlichen Muskelverteilung. Während Männer einen Muskelanteil von rund 40% haben, hat die Durchschnittsfrau nur 25% Muskelmasse. Muskeln sind die Wärmeproduzenten unseres Körpers. Hier wird Fett und Zucker verbrannt und die notwendige Betriebstemperatur für den gesamten Körper erzeugt.

Während die lebenswichtigen Organe in unserer Körpermitte sowie das Gehirn konstante Temperaturen zwischen 36° und 37°C benötigen, sind die Extremitäten nicht so empfindlich. Außerdem könnte ein Mensch ohne ein Bein überleben, ohne Kopf jedoch bekanntlich nicht. Daher ist es evolutionär sinnvoll, immer erst die Kerntemperatur aufrecht zu erhalten und die Extremitäten, wann immer dies notwendig ist, auskühlen zu lassen.
Gegen kalte Füße hilft alles, was sowohl den Blutdruck erhöht als auch die Durchblutung steigert.

Blutdruck steigern bei kalten Füßen

Erhöhen Sie bei kalten Füßen Ihren Blutdruck

Nicht erst auskühlen lassen

Sind die Füße erst einmal so richtig ausgekühlt, können sie sich ohne externe Wärmezufuhr meist gar nicht mehr von alleine erwärmen. Daher ist es besser durch warme Socken und frühzeitige Gegenmaßnahmen, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen.

Sind die Füße im Bett kalt, hilft zwar das Erwärmen am anderen Bein und der Kniekehle, kühlt jedoch dieses gleichsam herab. Das Problem wechselt zwischen den Füßen hin und her, sodass sich nur ein mäßiger Erfolg einstellen will, wenn überhaupt.

Blutfluss nicht beeinträchtigen

Damit die Füße ausreichend mit warmem Blut versorgt werden, müssen alle einzwängenden Kleidungsstücke abgelegt werden. Enge Socken und Schuhe, die zwar gut aussehen, jedoch eigentlich eine Nummer zu klein sind, gehören der Vergangenheit an. Auch sollte so oft wie möglich auf High-Heels verzichtet werden. Die Beine übereinander zu schlagen, schränkt die Blutversorgung der Extremitäten ebenfalls ein. Sitzende Haltungen sind so oft wie möglich zu unterbrechen.

Bewegung

Fußmassage bei kalten Füßen

Massagen regen die Durchblutung an

Ausreichende Bewegung verhindert, dass der Blutdruck zu sehr absinkt. Darüberhinaus wirkt sich ein durchtrainiertes Herz-Kreislaufsystem insgesamt positiv auf die Regulation der Körpertemperatur aus.

Auch eine regelmäßige Fußgymnastik bekämpft kalte Füße. Abwechselndes Stehen auf den Zehnspitzen und der Hacke sowie das Bewegen jeder einzelnen Zehe bringen das Blut in Fluss.

Komplettiert kann die Durchblutungsförderung durch eine Massage werden. Neben der Aktivierung der Akkupressurpunkte fördern wärmende Öle das Wohlbefinden. Alternativ eignet sich auch ein Igelball.

Kneippen und Co.

Durch kaltes Wasser zu waten oder auch hinaus in den bitterkalten Schnee zu stapfen, schmerzt zwar im ersten Moment an den ohnehin schon vor Kälte tauben Füßen, jedoch ist der Effekt nach ein paar Minuten unbeschreiblich.

Die Füße werden nicht nur warm, sondern regelrecht heiß und für ein paar Stunden sind die Eisklumpen Geschichte. Regelmäßige Kneippkuren führen zu langanhaltenden Verbesserungen.

Fußbäder mit Zusätzen

Neben der Anwendung von kaltem Wasser sind auch wechselwarme Fußbäder wohltuend und verbessern die Durchblutung der Extremitäten. Warme Fußbäder können mit vielen Kräutern angereichert werden und so ihre Wirkung verstärken. Darunter zählen Bäder mit Zitronensaft, ein paar Tropen Latschenkiefer- oder Zimtöl oder auch Senfmehl.

Besonders wirkungsvoll ist ein Sud aus 50g Efeu-, 125g Walnuss- und einigen Thymian- und Lorbeerblättern. Mit drei Litern Wasser aufgegossen, wird diese Kräutermischung für 5 Minuten ziehen gelassen. Anschließend kommen je ein Esslöffel Natron und Salz hinzu, bevor die Füße darin ausgiebig gebadet werden.

Knoblauchöl für die Füße

Werden zwei Knoblauchzehen zerschnitten und einen Tag lang in Schweineschmalz eingelegt, können die Füße mit dem entstehenden Öl eingerieben werden. Aufgrund der Geruchsbelästigung ist dies jedoch nicht Jedermanns Sache.

Knoblauchöl hilft bei kalten Füßen

Knoblauchöl hilft bei kalten Füßen

Durchblutungsfördernde Tees

Verschiedene Tees, die zwischen 2 bis 3 Mal täglich getrunken werden, sind ebenfalls eine Unterstützung auf dem Weg zu warmen Füßen. Zu nennen sind neben dem Ingwer-, der Rosmarin- sowie der Weißdornblütentee. Letzerer kann durch das Süßen mit Honig seine heilenden Wirkungen sogar noch verstärken. Alle Kräutertees müssen unbedingt 10 Minuten ziehen.

Essen mit durchblutungsfördernder Wirkung

Bestimmte Nahrungsmittel leisten ebenfalls einen Beitrag für die Durchblutung des gesamten Körpers. Insbesondere Weißdorn und Knoblauch, aber auch Chili, haben diese Wirkung. Bei vorhandenen Besenreisern ist jedoch auf den erhöhten Einsatz von Chili zu verzichten, da ansonsten dieses Problem vergrößert wird.

Fazit
Eine Kombination aus allen dargestellten Hilfsmitteln ist nicht nur möglich, sondern wünschenswert. Einmalige Therapien helfen zwar gegen akute Beschwerden, können jedoch keine dauerhafte Hilfe gewährleisten. Erst regelmäßige sportliche Übungen, kombiniert mit Fußbädern, führen auch langfristig zu einer deutlichen Linderung der Beschwerden.

 

Für die schnelle Hilfe:

Bilder: Pixabay.com/de

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