Allgemein

Kaugummi – so lässt er sich aus der Kleidung entfernen

Selbst bei größter Vorsicht lässt sich ein Kaugummi an der Hose, an der Jacke oder am Rock nicht immer vermeiden. Schließlich kannst du nicht ständig jeden Platz analysieren, ehe du dich hinsetzt und die sommerliche Sonne genießt. Wer seine Kleidung nicht wegwerfen und sich über den Kaugummi ärgern möchte, kann mit wenigen Handgriffen und ohne größeren Ärger für seine Entfernung sorgen.

Im Internet gibt es eine Menge hilfreicher, aber auch viele weniger nützliche Tipps. Anhand dieser Ratschläge hier, wird die Entfernung nicht vor ein Problem stellen und auch ohne “Nebenwirkungen” kommen. Beispielsweise nützt es nichts, wenn du den Kaugummi von der Hose entfernt und dafür Erdnussbutter genutzt hast, die einen großen und noch viel sichtbareren Fleck als den ursprünglichen Kaugummi hinterlässt.

 

Dem Problem auf den Grund gehen – die Kaugummi Analyse

In 90 Prozent aller Fälle findet sich der Kaugummi an der Hose, dort vermehrt am Po oder an den Oberschenken. Nur sehr wenige Verbraucher berichten von Kaugummiflecken an der Jacke oder am hippen und empfindlichen Oberteil. Aber auch das ist nicht gänzlich ausgeschlossen, zumal Kaugummi-Kauer das Objekt des Ärgernisses nicht primär ausspucken, sondern ihn auch gerne an eine Wand, unter den Tisch oder direkt auf Tischplatte, die Lehne einer Bank oder an einen Baum kleben.

Du wirst erstaunt sein, wie erfinderisch der Kaugummi kauende Teil der Bevölkerung ist und welche Plätze er entdeckt, an denen er die Entsorgung des Kaugummis für richtig und alternativ erachtet. Wie der Kaugummi an deine Kleidung gelangt ist, spielt keine Rolle. Er klebt fest und nun geht es darum, Schadensbegrenzung zu betreiben und die Entfernung in Angriff zu nehmen.

Dazu kehrst du vorab in dich und betrachtest das betroffene Kleidungsstück:
  • welcher Stoff, wie empfindlich ist er?
  • ist der Kaugummi frisch und zieht Fäden, oder ist er schon hart?
  •  was darf die Entfernung des Kaugummis kosten, was bist du bereit auszugeben?
  • wie groß ist dein Tiefkühlfach?

Anhand der Analyse kannst du einige mögliche Entfernungsmethoden ausschließen und dich auf die Aspekte konzentrieren, die für dich in Frage kommen und zur Beschaffenheit des Materials passen. Vor allem frische und noch Fäden ziehende Kaugummis bedürfen besonderer Aufmerksamkeit, da sich bei einer falschen Entfernungsmethode oftmals ein größerer Schaden einstellt, als er ursprünglich ersichtlich war.

Finger weg von Butter, Erdnussbutter oder anderen Fetten, die im Internet oftmals zur Kaugummi Entfernung empfohlen werden. Das Fett löst den Kaugummi zwar ab, aber du stehst vor einem neuen und noch viel hartnäckigeren Fleck, der die Kleidung dauerhaft unbrauchbar machen kann.

Erdnussbutter

Finger weg von Erdnussbutter!

Verschiedene Methoden – mit der sanftesten beginnen

Mit einem ausreichend großen Tiefkühlfach kannst du sowohl frischen, wie auch bereits ausgehärteten Kaugummi auf schonende Art entfernen und erzielst damit das beste Ergebnis. Da es sich bei Kaugummis um eine durch Kälte porös werdende Masse handelt, ist die Erfolgsrate hoch und die Kleidung selbst nimmt keinen Schaden.

Alternativ zur Gefriertruhe ist Kältespray, im Handel als Eisspray für lokale Betäubung erhältlich, geeignet. Kühlen hilft, wenn der Kaugummi nicht verschmiert ist und in seiner vollständigen Form an einer Stelle haftet. Weniger Erfolg erzielt man, wenn sich hauchdünne Fäden bereits auf dem gesamten Gesäß der Hose verteilt haben, oder wenn das Material in fusseliger Struktur, wie beispielsweise einem Wollrock aufwartet. Hier wird sich mit Kühlung wenig Erfolg einstellen und es bedarf einer anderen Methode.

Schlägt der Versuch mit der Kühlung fehl, können:

  • Essig,
  • Benzin
  • oder Nackellackentferner

die Lösung sein.

Bei kräftig gefärbten Stoffen können alle drei Mittel allerdings zu einer Entfärbung und daher zur Fleckenbildung führen. Es ist wichtig, dass die Flüssigkeit nur auf dem Kaugummi, nicht aber auf dem darum befindlichen Stoff aufgetragen und 15 Minuten einziehen gelassen wird. Bei sehr dünnen Fäden des Kaugummis kann sich ein Wattestäbchen zur Auftragung als richtiges Hilfsmittel erweisen und verhindern, dass die Flüssigkeit sich um den Kaugummi herum verteilt.

Nach der Einwirkzeit wird die gröbste Verschmutzung mit dem Fingernagel entfernt, während sehr feine und hartnäckige Stellen der Behandlung mit einem Küchenschwamm mit der groben Seite bedürfen. Bei empfindlichen und fusselnden Geweben, sowie bei Fleece kann sich das Reiben mit dem Schwamm als weniger effektive Methode erweisen und zur Beschädigung der Kleidung führen.

Wichtig ist, dass der Kaugummi durch die Behandlung weich wird und seine Klebekraft verliert. In diesem Fall lässt er sich häufig problemlos entfernen und die Hose sieht nach der Behandlung wie neu aus.

Keinesfalls unüberlegt und übereilt schrubben

Ohne die Kenntnis zur Empfindlichkeit des Materials und zur Konsistenz des Kaugummis ist es nicht ratsam, direkt mit einer Entfernung des Problems zu beginnen. Sicherlich ist es dir unangenehm, wenn du im Nachtleben oder auf dem Weg ins Business bist und den Kaugummi an deiner Kleidung entdeckst.

Mit reiben, schrubben und einer ad hoc Entfernung, verschlimmert sich das Problem in der Regel und eine vollständige Reinigung ist anschließend nicht mehr möglich. Mit kleinen Tricks zur Verdeckung des Kaugummis kommst du durch die Nacht oder über den Tag und kannst dich der Angelegenheit in Ruhe und überlegt zu Hause widmen.

In der Regel ist der Kauf eines speziellen chemischen Kaugummi Entferners unnötig, da sich im Haushalt eine Vielfalt schonenderer und ebenso effektiver Möglichkeiten ergeben. Oftmals ist der Gefrierschrank bereits ausreichend und die anschließende Essigbehandlung effektiv.

 

Bilder: Pixabay.com/de

Voriger Artikel

Waschmaschine reinigen - so wird sie sauber!

Nächster Artikel

Die Bananenpflanze als Zimmerpflanze