Familie

Tipps für einen gelungenen Start in die Schulzeit

Abhängig vom Bundesland finden die Einschulungen von Anfang August bis Mitte September statt. In dieser Zeit tragen die Abc-Schützen stolz ihre Schultüten. Sie bereiten sich auf das strebsame Lernen in der Grundschule vor. Neben aufgeregter Begeisterung spüren die zukünftigen Erstklässler unter Umständen Angst. Schließlich endet das Spielen und Toben im Kindergarten und der “Ernst des Lebens” beginnt. Um Ihren Sprösslingen das mulmige Gefühl zu nehmen, gestalten Sie ihren Schulstart entspannt und freudig. Unsere unkomplizierten Tipps helfen Ihnen dabei, den Nachwuchs auf das Abenteuer “Schule” vorzubereiten.

Der “Schnupperkurs” vor dem Schulstart

Endet die Kindergartenzeit, freuen sich Ihre Kinder, Neues zu­­ lernen und ihren Horizont zu erweitern. Sie lassen das Vertraute hinter sich – eine Vorstellung, die vielen Sprösslingen nicht behagt. Daher gesellt sich oftmals Unbehagen zur Entdeckerfreude. Um dem Nachwuchs die Angst vor dem Unbekannten zu nehmen, bieten zahlreiche Grundschulen “Schnuppertage” für die zukünftigen Abc-Schützen an.

Diese finden vor der Einschulung statt und ermöglichen Kindern und Eltern, die Räumlichkeiten vorab zu besichtigen. Dadurch entdecken die Grundschüler ihr Klassenzimmer. Sie finden heraus, wo sich Toiletten und Essensräume befinden. Zusätzlich lernen sie an den “Schnuppertagen” die zukünftigen Klassenlehrer sowie einige Mitschüler kennen. Geben Sie Ihrem Schützling ausreichend Freiraum, um den Grundstein für erste Freundschaften zu legen. Dadurch vergeht die Angst, allein dem Unbekannten gegenüberzustehen.

Bild Schulranzen

Ranzen, Federmappe, Buntstifte – die Anschaffungen für den ersten Schultag

Bereits vor dem ersten Schulbesuch benötigt der Nachwuchs eine Vielzahl von Schulutensilien. Dabei freuen sich viele Kinder über den ersten, eigenen Schulranzen. Beziehen Sie Ihren Sprössling in die Wahl des Tornisters ein, um die Begeisterung für die Schulzeit zu wecken. Bevorzugt wählen Kinder bunte Ranzen mit tierischen, floralen oder fantasievollen Motiven. Während Sie dem Schützling die Wahl des Musters überlassen, kontrollieren Sie die Kriterien des Schulranzens.

Für diesen existiert in Deutschland eine eigene DIN, die fünf Schwerpunkte aufweist:
  • gute Sichtbarkeit,
  • Passgenauigkeit und Bequemlichkeit,
  • Funktionsfähigkeit,
  • Material,
  • Gewicht

Damit andere Verkehrsteilnehmer Ihren Nachwuchs auf dem Schulweg sehen, besitzt der ideale Ranzen eine leuchtende Farbe und mehrere Reflektoren. Empfindet der Nachwuchs die Sicherheitsmaßnahme als “uncool”, weichen Sie auf Schulranzen mit attraktiveren Motiven aus. Deren Form erinnern an Tieraugen oder Pfeilspitzen. Neben der Farbe spielt die Form des Tornisters eine wesentliche Rolle. Sie gewährleistet seinen angenehmen Sitz. Bevor Sie Ihrem Kind den gewünschten Ranzen kaufen, steht das “Probetragen” auf dem Programm. Setzt der Nachwuchs den Ranzen auf, sollte dieser nicht drücken, reiben oder komplizierte Schließmechanismen besitzen.

Ebenso sollten Sie auf die Größe des Tornisters achten. Fasst er problemlos Schulbücher, Hefte und die Brotzeitdose? In zusätzlichen Fächern verstaut der Abc-Schütze kleine Utensilien wie Mäppchen oder Bastelmaterial. Als Material eignen sich robuste Stoffe, die Wasser abweisen und Stürze problemlos aushalten. Das Säubern erleichtern schmutzresistente Stoffe.

Für Ihren Schützling steht ebenso das Gewicht des Schulranzens im Mittelpunkt. Wiegt dieser im leeren Zustand mehr als eineinhalb Kilogramm, bekommt das Kind mit gefülltem Tornister schlimmstenfalls Rückenschmerzen. Um das zu vermeiden, entscheiden Sie sich für einen Ranzen, der geleert 1,1 bis 1,3 Kilogramm wiegt. Der kostenlose Einschulungsratgeber von Schulranzen.net bietet Ihnen eine Checkliste für den Schulranzen und viele Tipps und Informationen zum Schulalltag.

Bild Buntstifte

Eine Utensilien Liste der Schule, hilft Ihnen beim Kauf der ersten Schulsachen.

Um den späteren Inhalt des Ranzens – Hefte, Stifte, Mappen – zu kaufen, orientieren Sie sich an der Liste des Klassenlehrers. Auf dieser verzeichnet der Pädagoge, welche Utensilien Ihr Nachwuchs in der ersten Klasse benötigt. Greifen Sie auf langlebige, bestenfalls umweltfreundliche Produkte zurück. Dadurch vermeiden Sie, dass der Sprössling mit Schadstoffen, beispielsweise Weichmachern, in Kontakt kommt. Vor dem ersten Schultag klären Sie Ihr Kind darüber auf, welche Utensilien es für welches Schulfach braucht. In der Anfangszeit empfiehlt es sich, den gepackten Schulranzen nachträglich zu kontrollieren sowie das Ranzen packen gemeinsam zu üben.

 

Laufen Sie mit Ihrem Abc-Schützen den Schulweg ab

Für viele Kinder bedeutet der Schulstart, das erste Mal allein den Schulweg zurückzulegen oder den Bus zu benutzen. Damit dem Nachwuchs dies während der Schulzeit problemlos gelingt, laufen Sie mehrmals den Weg zusammen ab. Erklären Sie Ihrem Sprössling, welche Verhaltensweisen in verschiedenen Verkehrssituationen gelten. Beispielsweise lernen Sie mit ihm spielerisch, wenn Sie die Straßenschilder abfragen und bei richtigen Antworten kleine Belohnungen winken.

Feierlichkeiten am ersten Schultag

Rückt die Einschulung näher, denken Sie über die Wahl der Schultüte nach. Gekaufte Modelle sehen oftmals prunkvoll aus, kosten jedoch mehr als die selbst gebastelte Alternative. Diese punktet mit einer individuellen und liebevollen Note. Neben beliebten Süßigkeiten füllen Sie die Schultüte beispielsweise mit gesunden Leckereien, kleinen Schulutensilien und einem Glücksbringer.

Mit einer großen Party können Sie den Schritt Ihres Kindes in eine erfolgreiche Zukunft feiern. Laden Sie Freunde und Verwandte zum gemeinsamen Feiern ein. Mit Erinnerungsfotos und Partyspielen fühlt sich der zukünftige Grundschüler als Mittelpunkt der Veranstaltung. Dies mindert die Angst vor dem ersten Schultag.

Positive Denkweisen bestärken Eltern und Kinder

Sprechen Sie mit Ihrem Nachwuchs über die Schulzeit. Verzichten Sie vorerst auf Ermahnungen zum Lernen und Leistungsdruck. Bestärken Sie das Kind in seinen Fähigkeiten und bieten Sie ihm ausreichend Lernhilfen an. Viele Grundschüler freuen sich, Anekdoten über die schulischen Erfahrungen ihrer Eltern zu hören. Vermeiden Sie es, dem Nachwuchs negative Aspekte Ihrer Schulzeit zu erläutern. Für den Moment vergessen Sie den gemeinen Lehrer oder das verhasste Schulfach, um positive Eindrücke in den Vordergrund zu stellen. So geht Ihr Kind offen und freudig an seine Schulzeit heran.

Bildernachweis:
Titelbild – Creative Commons CC0 / Pixabay.com
Buntstifte – Urheber: lunarshines / 123RF Lizenzfreie Bilder
Schulranzen – Urheber: kzenon / 123RF Lizenzfreie Bilder

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