Technik

Schluss mit den hohen Kosten für Druckerpatronen

Druckerpatronen sind eines der Verbrauchsmaterialien, die in einem Büro die höchsten Kosten verursachen. Und meistens sind die Patronen gerade dann leer, wenn man nicht damit rechnet, und gerade ein sehr wichtiges Dokument ausdrucken möchte. Doch schon einige einfache Tipps reichen aus, dass Druckerpatronen in Zukunft auch in Ihrem Büro nie mehr eintrocknen und länger halten.

Druckertoner wechseln

Durch das Schütteln des Toners können Sie noch einige Seiten mehr drucken und sparen!

Mehr Drucken durch Schütteln der Druckerpatronen

Wenn an Ihrem Drucker die Warnleuchte aufblinkt, und das Ersetzen der Druckerpatronen oder dem Toner fordert, müssen Sie dies oft nicht sofort tun. Der sogenannte Schüttel-Trick kann Ihnen hier dazu verhelfen, dass sie noch einige Zeit mit den alten Patronen weiterdrucken können.

Dazu gehen Sie folgendermaßen vor:

Nehmen Sie die Druckerpatronen oder den Toner aus dem Gerät. Schütteln Sie die Tinte, damit diese sich wieder gleichmäßig in der Patrone oder dem Toner verteilt. Anschließend können Sie diese wieder einsetzen und weiterdrucken.

Denn Drucker der meisten Hersteller melden bereits leere Patronen, wenn diese noch einen Füllstand von 26% aufweisen. Der Schüttel-Trick kann auch bei Tonern von Laserdruckern angewendet werden. Auch hier kann nach dem Schütteln noch einige Zeit weiter gedruckt werden.

Sie sollten die Patronen oder Toner allerdings nicht bis zum letzten Tropfen aufbrauchen, da dies unter Umständen zu Schäden am Drucker führen kann. Einige Hersteller besonders bei Druckern der neuen Generationen verwenden Chips, die den Füllstand messen. Ist solch ein Chip integriert, dann funktioniert der Trick mit dem Schütteln des Toners leider nicht. Denn dann reagiert die Druckeranzeige auf den Chip und nicht auf die tatsächliche Füllmenge. In dem Chip ist eine bestimmte Restfüllmenge programmiert, nach der ein Drucker nicht mehr weiterdruckt, und die Patrone oder der Toner ausgewechselt werden müssen.

Optimierung der Druckeinstellungen spart Tinte

Wie schnell druckt man ein Dokument aus, welches gar nicht unbedingt als Ausdruck benötigt wird. Viele Informationen sind absolut ausreichend, wenn sie in elektronischer Form am Bildschirm vorliegen. Durch ein Analysieren der eigenen Druckgewohnheiten kann viel Tinte eingespart werden. Drucken Sie jede Mail, die sie bekommen aus, um darin Markierungen oder Notizen vorzunehmen. Moderne Software Lösungen bieten diese Möglichkeiten auch direkt am Bildschirm an. So können Sie ihre Dokumente auch übersichtlich gestalten, ohne gleich alles ausdrucken zu müssen.

Auch bei der Formatierung der Texte selbst, lässt sich einiges an Druckertinte, und auch Papier sparen. Schreiben Sie Ihre Texte in kleinerer Schriftart. Außerdem wird besonders viel Tinte beim Ausdruck von Fotos oder Grafiken verbraucht. Oftmals ist dies überhaupt nicht nötig, oder die Grafik kann verkleinert ausgedruckt werden. Eine weitere Einsparmöglichkeit ist es, die entsprechenden Grafiken in Schwarz-Weiß auszudrucken anstatt in Farbe. Denn Farbpatronen sind im Allgemeinen teurer als Schwarz-Weiß Patronen.

Druckertinte sparen

Richtige Lagerung von Druckerpatronen

Wenn Druckerpatronen im Angebot sind, kann sich ein Kauf auf Vorrat durchaus lohnen.

Doch bei der Lagerung ist es wichtige, dass Sie die folgenden Tipps beachten:

Die Toner und Druckerpatronen sollten immer kühl und trocken gelagert werden. Denn Feuchtigkeit oder Wärme sorgen dafür, dass die Tinte austrocknet. Dann kann aus dem vermeintlichen Schnäppchen schnell eine teure Anschaffung geworden sein, da die Druckerpatronen nicht mehr verwendet werden können.

Ein einfacher Tipp ist es, bei allen Druckerpatronen, die gelagert werden, diese nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum zu sortieren. Die Patronen, die eine geringe Haltbarkeit haben, werden im vorderen Bereich des Regals oder des Lagerraumes aufbewahrt. Wird dann eine neue Patrone benötigt, kommt automatisch die Patrone zum Einsatz, die am schnellsten ablaufen würde. Dadurch ist sichergestellt, dass keine abgelaufenen Patronen gelagert werden, und stattdessen neue im Drucker verwendet werden.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Verpackung der Patronen und Toner. Diese werden vom Hersteller in einer speziellen Frischeverpackung geliefert. In dieser können die Druckerpatronen gut aufbewahrt werden, mindestens bis zum aufgedruckten Haltbarkeitsdatum. Wenn diese Verpackung vorher entfernt wird, oder beschädigt ist, dann gilt das Haltbarkeitsdatum allerdings nicht mehr. Vielmehr kann es passieren, dass die Tinte eintrocknet, wenn die Druckerpatronen ohne Verpackung gelagert werden. Auch bereits eingesetzte Druckerpatronen können eintrocknen, wenn längere Zeit nicht mit dem Drucker gedruckt wird.

Doch auch hier ist nicht alles verloren: Mit etwas Glück, kann eine Reinigung des Druckkopfes schon ausreichen, um den Drucker wieder zu aktivieren. Diese Reinigung starten Sie über das Menü des Druckers im Bereich Wartung. Hilft diese Vorgehensweise nicht und der Drucker verweigert nach wie vor den Dienst, dann können Sie versuchen die Düse der Patrone mit warmen Wasser und einem Tuch zu reinigen. Dadurch wird die Verkrustung am Druckkopf der Patrone gelöst, und die Tinte kann wieder freigesetzt werden. Die letzte Möglichkeit, wenn auch das Abputzen nichts hilft, ist es, die Druckerpatrone im Wasserbad einzuweichen. Allerdings legt man hierzu die Patrone nicht direkt ins Wasser, sondern verpackt sie wasserdicht in einer Tüte. Diese Tüte wird dann mit der Patrone in warmes Wasser gelegt. Nach circa fünf Minuten können Sie die Tüte wieder aus dem Wasserbad nehmen. Dann sollte sich die Verkrustung im Normalfall gelöst haben, und die Patrone kann wieder in den Drucker eingesetzt werden. Durch diese Vorgehensweise können Sie es in vielen Fällen vermeiden, dass frühzeitig neue Patronen gekauft werden müssen, obwohl in den alten Patronen noch Tinte vorhanden ist.

Das Nutzen von kompatiblen Druckerpatronen

Eine weiter Möglichkeit um Druckkosten sparen zu können, ist es beim Austausch der Patronen nicht auf Originalpatronen, sondern auf sogenannte kompatible Druckerpatronen zurückzugreifen. Diese Patronen sind günstiger und haben oftmals eine höhere Füllmenge. Doch hier sollten Sie auf eine sehr gute Qualität bei den kompatiblen Patronen achten, denn sonst kann die vermeintliche Ersparnis schnell ins Gegenteil umschlagen. Denn Patronen, die eine schlechte Qualität haben, können im schlimmsten Fall auslaufen, und dadurch den Drucker schädigen.

Lesetipp: Wie stelle ich mir meinen eigenen Computer zusammen?

Bildernachweis:
Druckertoner wechseln – Urheber: artranq / 123RF Lizenzfreie Bilder
Druckerpatronen – Urheber: maxxyustas / 123RF Lizenzfreie Bilder
Titelbild – tookapic – CC0 Public Domain / Pixabay.com

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