Technik

Tipps zum Drohnen fliegen

Eine Drohne zu fliegen macht nicht nur viel Spaß, nein mit den richtigen Tipps können Sie auch waghalsige Stunts wagen und atemberaubende Bilder einfangen. Bevor es an den ersten Flug geht, müssen Sie für Ihre Drohne unbedingt eine Haftpflichtversicherung abschließen. Soll das Video- und Fotomaterial kommerziell verkauft werden, muss die entsprechende Versicherung auch den kommerziellen Gebrauch abdecken. Abhängig von dem Bundesland, indem Sie wohnen kann es sein, dass Sie für das Fliegen eine sogenannte Aufstiegsgenehmigung brauchen, welche Sie vorab beantragen müssen.

Wenn das Formelle dann geregelt ist, sollten Sie Ihr Equipment checken. Ist alles dabei? Drohne, Rotoren, Fernsteuerung, Akkus, Telefon/Monitor/Tablet, Speicherkarte und Verbindungskabel? Sind sämtliche Akkus aufgeladen und fit für den Einsatz? Bei Ausflügen in der kalten Jahreszeit ist es wichtig, dass die Akkus vor der Anwendung nicht übermäßiger Kälte ausgesetzt sind. Zum Sicheren transportieren, empfiehlt sich die Anschaffung eines speziellen Rucksackes oder Koffer. Bei Airmap gibt es eine Karte, die Ihnen anzeigt, ob Sie in an dem von Ihnen auserwählten Standpunkt auch fliegen dürfen.

Was auf jeden Fall beachtet werden muss

Bei Ihrem Flug sollten Sie einen Ort auswählen, der sicher ist wie beispielsweise ein weites freies Feld. Hier können Sie sich in aller Ruhe und ohne Schwierigkeiten mit den Flugeigenschaften Ihres fliegenden Freundes vertraut machen. Vor jedem neuen Start sollten Sie die Drohne neu kalibrieren. Außerdem sollten Sie auch jedes Mal sicherstellen, dass die Rotoren fest angebaut sind. Bevor es dann endgültig in die Lüfte geht, ist es ratsam, wenn Sie sich vorab das Areal, welches überflogen werden soll, genau anschauen und auf eventuelle Stromkabel und Bäume achten. Der Untergrund des Start- und Landeplatzes sollte eben und fest sein. Wenn die Rotoren anfangen zu rotieren, dann werden Kieselsteine, Laub und Steine aufgewirbelt.

Ist die Speicherkarte eingelegt und sind alle Hindernisse aus dem Weg? Haben Sie die für die Notfall-Rückholung die Flughöhe eingestellt? Für eine Benutzung im Innenbereich ist darauf zu achten, dass der richtige Flugmodus eingestellt ist. Outdoor darf eine Flughöhe von 100 Meter nicht überschritten werden. In einigen Bundesländern liegt die maximale Flughöhe sogar nur bei 40 Meter. Während des gesamten Fluges muss die Drohne von Ihnen immer in Blick behalten werden. Menschen dürfen ohne deren Erlaubnis nicht überflogen werden. Auch das Fotografieren und Filmen von fremden Menschen ist ohne deren Erlaubnis nicht gestattet. Der Mindestabstand zu Menschen muss 5 Meter betragen. Es darf sich in einem Umkreis von 5 Metern kein Flughafen befinden und auch nicht in der unmittelbaren Umgebung von Hubschrauberlandeplätzen fliegen.

Drohnenflug bei Nacht

Militärisches Sperrgebiet ist ebenfalls eine Tabuzone, genauso wie Naturschutzgebiete, Kraftwerke, Autobahnen und Hochspannungsleitung. Privatgrundstücke von Fremden dürfen Sie auch nicht ohne das entsprechende Einverständnis überfliegen. Ihre Drohne sollte zudem nicht den Boden verlassen, wenn es regnet, ein starker Wind geht, Nebel vorherrscht oder Nacht ist. Sie sollten mit der Notfall-Funktion Ihres Kopters vertraut sein. Sobald Sie Ihre Drohne aus den Augen verlieren, müssen Sie diese Funktion aktivieren.

Verzichten Sie auf das Fliegen im Autopilot-Programm und fliegen die Drohne am Besten immer selbst. Landen und Starten aus der Handfläche heraus bedarf einiges an Übungen und sollte daher nicht von Ihnen praktiziert werden, wenn Sie noch ein Anfänger sind. Neben Ihrer Drohne gibt es auch noch weitere Flugobjekte wie Paraglider oder Vögel, halten Sie immer einen entsprechenden Abstand. Während des Landevorgangs auf Tiere und Kinder in der unmittelbaren Umgebung achten. Auch das Landegestell muss vorher ausgefahren werden. Die Kamera der Drohne ist in die horizontale Position zu bringen vor dem Landen, denn so können Sie sicher sein, dass sie keinen Schaden abbekommt.

Nach dem Flug

Vor dem Verstauen in der Tasche bitte überprüfen, ob Sie den Gimbel und die Kamera gesichert haben. Wenn die Flugakkus länger nicht gebraucht werden, dann sollten Sie diese auf die Hälfte entladen, denn so haben sie eine längere Haltbarkeit. Wenn Sie wieder zu Hause sind, sollten Sie sämtliche Daten gleich auf Ihrem Rechner speichern, so ist bei nächstem Flug direkt alles wieder startklar.

Wenn Sie die Drohne mit ins Ausland nehmen

Bevor die Drohne in Ihr Gepäckstück darf, müssen Sie sich unbedingt mit den Fluggeboten des Ziellandes vertraut machen. Soll das Flugobjekt während der Reise ins Handgepäck, muss das vorab mit der Airline abgeklärt werden.

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