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Welcher Hemdkragen passt zu welchem Anlass?

Welcher Hemdkragen passt zu welchem Anlass?

Ob Alltag oder Opernhaus, ob Büro oder Rendezvous: Ein Hemd gibt viel her und lässt die übrige Oberkleidung für Männer im Schatten stehen. ‚Klare Sache‘ mag sich jetzt so mancher Herr denken. Hemd ist halt gleich Hemd und wirkt sofort schick. Doch ganz so leicht ist es dann leider auch nicht. Das fängt nämlich schonmal bei den unterschiedlichen Kragentypen an. Noch nie etwas von Button-Down- oder Haifisch-Kragen gehört? Kein Problem, der folgende Artikel klärt auf.

Kragen tragen – so geht’s richtig!

Kent-Kragen

Der Kragen erhielt seinen Namen durch den Herzog der englischen Grafschaft Kent und ist der wohl am häufigsten getragene Hemdkragen überhaupt. Das liegt daran, dass er für alle Situationen angemessen ist, also für den Alltagslook genauso tauglich ist wie für den Anzug. Sowohl mit Fliege als auch Krawatte kombinierbar.

→ Anlass: Business, Freizeit

→ Tipp: Wer Krawatten gar nicht mag, greift einfach zum Urban Kent-Kragen. Hier sind die Flügel kürzer und können ohne Krawatte oder sogar offen getragen werden.

 

Button-Down-Kragen

Wie es der Name schon verrät, hat dieser Kragen an seinen Flügeln zwei Knöpfe, die ihn am Hemd fixierbar machen. Auch hier sind die Gründe in England zu finden: Da beim Polospiel zu Pferd der Hemdkragen auf und ab hüpfte, hat man ihm kurzerhand zwei Knöpfe zum Festmachen verpasst. Der Kragen ist eher etwas für die lässige Alltagskleidung oder den unverkrampften Büro-Look, sollte aber nicht zum Anzug getragen werden. Die Flügel-Knöpfe stets geschlossen halten. Hemden mit Button-Down-Kragen gibt es beispielsweise hier.

→ Anlass: Business, Freizeit

→ Tipp: Keine Lust auf noch mehr Knöpfe? Beim Hidden-Button-Kragen sind die Knöpfe unterhalb der Kragenspitze angebracht und deshalb unsichtbar.

Haifisch-Kragen

Diese Kragenversion ist die modischste Variante, eignet sich somit perfekt für ein Business-Outfit. Die Flügel stehen weit auseinander, was das Hemd für einen breiten Krawattenknoten wie beispielsweise den doppelten Windsor qualifiziert. Elegante Anzüge mit einem breiten Revers sind gut geeignet für die Kombination mit schicken Haifisch-Kragen-Hemden.

→ Anlass: Business, Freizeit, Formell/Festlich

→ Tipp: In Kombination mit einem dreiteiligen Anzug oder Doppelreiher wirkt der Haifisch sehr dominant. Ist also eher was für Chefposten.

Tab-Kragen

Beim dem Klassiker drücken spezielle Laschen hinter dem Krawattenknoten den Kragen auf das Schlüsselbein. Dadurch wird der Krawattenknoten deutlich hervorgehoben. Dieser Kragen ist ein besonders edles Stück und sollte für formelle Anlässe oder in einem sehr stilbewussten Arbeitsumfeld getragen werden. Wer keine Krawatten mag, kann hier gerne auch zur Fliege greifen.

→ Anlass: Business, Formell/Festlich

→ Tipp: Besonders elegant wirkt ein Hemd mit Tab-Kragen, wenn es mit Umschlagmanschetten und schicken Manschettenknöpfen kombiniert wird.

Stehkragen

Der Stehkragen, auch Mandarin- oder Maokragen genannt, besitzt keinerlei Kragenschenkel. Während man früher noch separate Krägen anknöpfen konnte, wird der geschlossene Kragen heute ohne Schnick-Schnack und Aufsatz getragen. Das bedeutet, dass er natürlich nicht für Fliegen oder Krawatten in Frage kommt. Diese Hemden sind nur Freizeit-tauglich und lassen sich hervorragend mit Jeans und Sneakern kombinieren.

→ Anlass: Freizeit

→ Tipp: Ein lockerer Stehkragen passt gut zu einem karierten oder gestreiften Sommerhemd.

Kläppchen-Kragen

Wieder eine Variante für die feine Abendgarderobe. Der Kläppchen-Kragen oder Vatermörderkragen ähnelt dem Stehkragen, hat aber zwei kleine nach unten geklappte Enden. Hemden mit Kläppchen-Kragen passen gut zu Smoking, Frack und Co. und werden ausschließlich mit Fliege getragen. Eine Krawatte ist in diesem ein No-Go.

→ Anlass: Formell/Festlich

→ Tipp: Statt Fliege kann für einen festlichen Anlass ebenso ein Zierknoten gewählt werden.

Schmaler Kragen

Schmale Kragen sind die beste Kombination zwischen Lässig und Schick. Ein Anzug passt durchaus dazu, allerdings muss die Form des Revers an den schmalen Kragen angepasst werden. Am besten hält man sich an schlanke Linien. So sollten auch nur schmale Krawatten und Fliegen zum Einsatz kommen.

→ Anlass: Business, Freizeit

→ Tipp: Gerade für Männer mit einem kurzen Hals und voluminöseren Kopfproportionen ist der Kragen eine gute Option, da er weniger Aufmerksamkeit auf die Gesichtspartie legt.

Hemden mit Kontrast-Kragen

Das Hemd ist und bleibt das wohl zeitloseste Modestück für den eleganten Mann. Es peppt den lässigen Look im Handumdrehen auf und ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer schicken Abendgarderobe. Es ist ratsam, sich verschiedene Hemden mit unterschiedlichen Kragenformen zuzulegen, damit für jeden Anlass auch das richtige Teil im Schrank hängt.

Dabei muss man übrigens nicht komplett auf Farben verzichten. Der sogenannte Kontrastkragen, auch Winchester-Kragen genannt, ist eine Art Gegenspieler zum unifarbenen Hemd. Er besteht oft aus leuchtenden Farben oder bunt-gemusterten Ornamenten und wird bei Kent-, Haifisch-, aber auch Tab-Krägen verwendet. Zusammen mit Kontrastmanschetten im gleichen Stil lockert er die einfarbige Garderobe auf und setzt frische Akzente. Dabei kommt es ganz auf die Umstände bzw. Anlässe an, ob man die Krageninnen- oder Außenseite für den Farbkontrast wählt.

Keine Angst, der farbige Kragen darf ruhig auch im Büro getragen werden, denn er passt zum Sakko genau so gut wie zu Pullover und Jeans. Lediglich bei der Krawattenwahl muss man Vorsicht walten lassen. Eine auffällige Kragenfarbe sollte immer mit einer dezenten Krawatte kombiniert werden, da der Gesamteindruck sonst zu unruhig wird.

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