Wassereinlagerung – Das hilft gegen Wasser in den Beinen

Unsere Empfehlung für eine schnelle Hilfe:

Jeder von uns kennt das: nach einem langen Tag auf den Beinen fühlen sich die Füße schwer an wie Blei und manchmal sehen sie leider auch so aus. Häufig tritt dieses Phänomen im Sommer bei Hitze auf. Zumeist wenn wir lange gesessen oder gestanden haben. Meist verschwinden diese unangenehmen Schwellungen wenn man die Füße hochlegt werden.

Ursachen für geschwollene Beine

Die Ursachen für solche Wassereinlagerung in den Beinen können vielfältig sein. Die Möglichkeiten reichen von einer akuten Erkrankung bis hin zur Schwangerschaft.

Folgende Faktoren bedürfen ärztlicher Unterstützung:
  • Krampfadern in der Familie
  • Hautdehnungsstreifen oder Orangenhaut
  • und nach gynäkologischen Eingriffen, wenn die Leistenlymphknoten entfernt wurden.

Je eher ein Arzt zu Rate gezogen wird, um so eher ist eine Linderung möglich. Auch Herzerkrankungen, gestörte Nierenfunktion und ein eingeschränkter Lymphfluss mit einhergehendem Venenleiden können solche Wassereinlagerungen verursachen. Vor allem sind solche geschwollenen Beine leider häufig weit verbreitet, doch bis dato nicht wirklich gesellschaftsfähig.

Jeder hat Wasser im Körper

Dabei haben wir alle Wasser im gesamten Körper: das sogenannte Gewebewasser. Die arteriellen Gefäße in unserem Körper versorgen das Körpergewebe mit Nährstoffen über sauerstoffreiches Blut. Etwa neunzig Prozent dieser Flüssigkeit wird von den Venen zurücktransportiert. Die restlichen zehn Prozent verbleiben in Form von Gewebewasser im Körper. Dieses wird über das Lymphsystem innerhalb des Körpers transportiert.

Dieses System bewirkt wahre Wunder, wenn bei großer Wärme beispielsweise oder beim Sport durch stärkere Durchblutung mehr Gewebewasser anfällt. Dabei gleicht das Lymphsystem Schwächen der Venen aus, wenn dieses sogenannte neunzig prozentige Soll nicht erfüllt wird. Lange kann dieses Ungleichgewicht kaschiert werden, spätestens jedoch wenn sich die Beine schwer wie Blei anfühlen im Sommer oder nach dem Sport, sollten wir reagieren.

entspannen
Einfach mal die Füße hochlegen

Einfach mal die Beine hochlegen

Vor dem Griff in die Pillendose bei dem Wassertabletten den gesamten Organismus belasten, gibt es verschiedene einfache Hausmittel, die auch Ihren Zweck erfüllen. So hilft das bewährte Füße hochlegen oft noch am besten. Jedoch solltest du ein paar effektive Kniffe beachten, die das Ganze noch optimaler gestalten. Am besten legst du die Füße im Bett vor dem Schlafengehen hoch. Dabei wird das hohe Kopfkissen zur Seite gelegt und die Füße sollten höher als das Becken liegen. Damit werden die Physikalischen Gesetze unterstützt und gleichzeitig der Rückfluss des Wassers aus den Beinen aktiv unterstützt.

Bewusste Atmung oft unterschätzt

Bewusste Atemübungen können ebenso wahre Wunder bewirken. Diese können gut in Kombination mit dem Beine hochlegen angewendet werden. Zunächst atmest du bewusst in den Brustbereich, so dass zugleich ein Einziehen des Bauches stattfindet. Das Ausatmen erfolgt nun passiv, das heißt nicht bewusst ausatmen, sondern es einfach passieren lassen. Dabei lockert sich auch automatisch der Bauchbereich. Der nächste Atemzug geht nun ganz bewusst in den Bauch, so dass sich dieser sichtbar wölbt. Nach der Ausatmung erfolgt wiederum der Wechsel durch das Einatmen in den Brustbereich. Die Atmung ist oftmals ein unterschätzer Faktor bei dem Einwirken auf den eigenen Organismus. Diese Atemübungen können beliebig oft wiederholt werden und sollten eigentlich fester Bestandteil des täglichen Auf-uns-selbst-achten sein.

Lieber Laufen oder Liegen als Sitzen oder Stehen

Parallel zu den Atemübungen können Übungen mit den Füssen einen positiven Effekt haben. Abwechselndes Strecken und Anspannen der Füße kann den Rückfluss des Wassers beeinflussen. Auch beim langen Stehen sollten die Füße beschäftigt werden. Mit dem sogenannten Wippen, das heißt dem bewussten Wechsel von der Hacke auf die Fußspitze, wird die Pumpmechanik der Füße aktiv angeregt. Auch wenn hierdurch der Zappelphilipp Eindruck entsteht, sollte doch die eigene Gesundheit die erste Geige spielen, weil sich Wasser vornehmlich beim Stillstand einlagern kann. Viele Mediziner raten desweiteren bei vorwiegend sitzenden oder stehenden Tätigkeiten zu den bekannten Stützstrümpfen oder Stützstrumpfhosen. Diese erzeugen ab dem Knöchel einen leichten nach oben hin abnehmenden Druck.

Natürlich erfasst uns spätestens bei dem Wort Stützstrümpfe ein kaltes Grausen. So sind doch solche Strümpfe eher was für alte Leute und sofort tauchen die Begriffe altbacken und unbequem auf. Doch Gottseidank hat auch bei den Kompressions-Strümpfen der Fortschritt Einzug gehalten. Heutzutage sind diese funktionell gehalten und erinnern eher an Nylonstrümpfe, als an Omas alte Liebestöter.

schwimmen
Schwimmen als optimaler Sport bei Wassereinlagerungen

Gesunde Bewegung im Wasser

Insgesamt ist Bewegung, das beste was man seinen Beinen antun kann. Nicht umsonst heißt die Devise “wer rastet der rostet“. Da bilden die Wassereinlagerungen in den Beinen keine Ausnahme. Schwimmen ist eine ideale Sportart bei Wassereinlagerungen. Alle Schwimmstile bei denen eine aktive Beintätigkeit von Nöten ist, sind ideal. Dadurch arbeiten die Beine unabhängig vom Körpergewicht und müssen bei Übergewicht nicht die Körpermasse tragen. Zudem gibt es durch die Bewegung im Wasser einen sinnvollen Nebeneffekt, nämlich eine Art Massage. Durch die Massage wird das Lymphsystem stimuliert und der Rücktransport begünstigt.

Hierbei gilt jedoch als goldene Regel:
Inneren Schweinehund überwinden und regelmäßig schwimmen gehen.

Auf Kneipp’schen Spuren

Auch zuhause können wir das Wasser sinnvoll nutzen. Tägliche kalte Waschungen am ganzen Körper sind vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber optimal geeignet, um Durchblutung und Stoffwechsel anzuregen. Hierbei wird der ganze Körper mit einem feuchten Schwamm oder groben Leinentuch kräftig abgerieben und anschließend mit einem Frottierhandtuch abgerubbelt.

Wer sich jedoch nicht auf diese naturheilkundlichen Kneippkuren einlassen möchte, kann es auch mit Teilgüssen oder Wechselduschen probieren. Wichtig ist hierbei, dass man an den Stellen beginnt, die am weitesten vom Herzen entfernt sind. Beispielsweise beginnst du an der Ferse und arbeitest dich rückseitig am Bein hoch bis zum Gesäß und dann wieder zurück. Oder du beginnst am Fußrücken und wanderst mit dem Wasserstrahl bis hoch zur Leiste und wieder abwärts. Die Dusche sollte ohne Brausefunktion angewendet werden und der Abstand zwischen Duschkopf und Bein sollte etwa zehn Zentimeter betragen.

Eincremen zum Entwässern

Natürlich gibt es auch eine Vielzahl von Salben und Tinkturen, die Erleichterung bei schweren Beinen bringen. Die bekanntesten Kräuter gegen schwere und müde Beine kennen wir alle aus der Werbung: Rosskastanie und rotes Weinlaub. Zumindest gibt es für die beiden erst genannten auch klinische Hinweise auf die Wirksamkeit. So enthält die Rosskastanie den Inhaltsstoff Aescin, der als Wirkstoff gegen Wassereinlagerungen in den Beinen eingesetzt wird. Derlei Salben gibt es in Apotheken, Drogerien und mittlerweile auch in vielen Supermärkten.

Wacholderbeeren
Entwässerung durch Wacholderbeeren

Nützliche Nahrungsmittel im Supermarktregal

Wenn wir uns dann schon im Supermarkt befinden, gibt es auch hier einige Lebensmittel, die uns ebenfalls bei unserem Leiden gut bekommen. Da sind zunächst die kleinen Wacholderbeeren. Diese sind vom Geschmack her sicherlich äußerst gewöhnungsbedürftig. Doch bei einem Verzehr von acht bis zehn Beeren über den Tag setzt die Wirkung rasch und zuverlässig ein und überschüssiges Wasser wird aus dem Körper abtransportiert. Weitere Nahrungsmittel aus dem Supermarkt, die eine starke Entwässerungsfunktion besitzen, sind Reis und Spargel.

Wenn wir schon bewusst Nahrungsmittel betrachten, so kann Zucker zu Wassereinlagerung im Gewebe führen. Doch auch hoher Salzkonsum bindet Wasser im Körper und ist daher eher schädlich. Ein gesunde Salzmenge pro Tag sind vier bis sechs Gramm. Diese Menge ist bei dem Verzehr von Käse- und Fertigprodukten schnell überschritten.

Hilfe in der Apotheke: Tee und Schüssler Salze

Gesunde Salze finden wir in der Apotheke in Form von Schüssler salzen. Hier eignen sich die Nummer 8, Natrium chloratum und die Nummer 10, Natrium sulfaticum zur Bekämpfung von Wassereinlagerungen in den Beinen. In der Apotheke kann auch der Apotheker mit “Rat und Tee” zur Seite stehen. Die bereits erwähnten Wacholderbeerren gibt es auch als hilfreichen Tee. Auch Johnanisbeerentee kann helfen oder ein entwässernder Tee, der zu gleichen Anteilen aus Kamille, Löwenzahnblättern, Steinklee und Gartenraute besteht.

Du siehst gegen Wassereinlagerungen in den Beinen ist doch ein Kraut gewachsen. Bei Anwendung dieser innerlichen und äußerlichen Hausmittel, bewusster Ernährung und gesunder Bewegung kannst du deinen müden und schweren Beinen bzw. Füßen aktiv auf die Sprünge helfen.

Bilder:Pixabay.com/de

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